Intranet und Extranet

Januar 2018
Ein Intranet ist ein abgeschlossenes Rechnernetz, das nicht öffentlich zugänglich ist. Unternehmen haben normalerweise Intranets, um innerhalb des Unternehmens sicher zu kommunizieren. Hier erfahren Sie weitere Details zum Intranet und seinem Gegenstück, dem Extranet.


Was ist ein Intranet?

Ein Intranet besteht aus mehreren Internet-Diensten (zum Beispiel einem Webserver) innerhalb eines lokalen Netzwerks. Die Dienste sind also nur über die Arbeitsplätze eines lokalen Netzwerks zugänglich oder über bestimmte, klar festgelegte und unsichtbare (oder unzugängliche) externe Netzwerke.


Das Intranet nutzt die Client-Server-Standards des Internets (durch die Verwendung von TCP/IP-Protokollen), zum Beispiel die Verwendung von Webbrowsern (Client, der auf dem Protokoll HTTP basiert) und Webservern (ebenfalls unter HTTP), um ein internes Informationssystem für eine Organisation oder ein Unternehmen zu erzeugen.

Système intranet/extranet

Ein Intranet beruht in der Regel auf einer Drei-Schichten-Architektur, bestehend aus:

Clients (meist Webbrowser);

einem oder mehreren Anwendungsservern (Middleware), es handelt sich um einen oder mehrere Webserver, der die Scripts CGI, PHP, ASP und andere interpretieren kann und sie in SQL-Anfragen übersetzt, um eine Datenbank zu befragen;

einem Datenbank-Server.

Die Client-Rechner verwalten die grafische Schnittstelle, während die verschiedenen Server die Daten bearbeiten. Das Netzwerk ermöglicht den Transfer von Anfragen und Antworten zwischen Clients und Servern.

architecture 3-tier

Ein Intranet hat von Natur aus mehrere Clients (die Computer des lokalen Netzwerks) und kann auch aus mehreren Server bestehen. Ein großes Unternehmen kann beispielsweise einen Webserver für jeden Dienst besitzen, um ein Intranet bereitzustellen, das aus einem zentralen Server besteht, der die verschiedenen Server für die einzelnen Dienste verbindet.

Nutzen eines Intranets

Ein Intranet ermöglicht in einem Unternehmen die einfache Bereitstellung von diversen Dokumenten für die Angestellten. Damit gibt es einen zentralisierten und konsistenten Zugriff auf das gesammelte Wissen des Unternehmens. Man spricht dann von Kapitalisierung von Wissen. In der Regel ist es nötig, für die User des Intranets Zugriffsrechte auf die darin vorhandenen Dokumente festzulegen, und damit eine Authentifizierung, um einen personalisierten Zugriff auf bestimmte Dokumente zu gestatten.

In einem Intranet können Dokumente jeder Art (Texte, Bilder, Video, Audio usw.) zur Verfügung gestellt werden. Außerdem kann es auch die sehr interessante Funktion einer Groupware erfüllen, also kooperative Arbeit ermöglichen. Dies sind einige Funktionen zusammengefasst, die ein Intranet erfüllen kann:

Bereitstellung von unternehmensbezogenen Informationen (bulletin board),

Bereitstellung von technischen Dokumenten,

Suchmaschine für Dokumentationen,

Datenaustausch zwischen Mitarbeitern,

Personalverzeichnis,

Projektverwaltung (Hilfe bei der Entscheidungsfindung, Agenda, computerunterstützte Planung),

Messenger-Dienst,

Diskussionsforum, Mailing-Liste, Chat,

Videokonferenzen,

Portal zum Internet.

So fördert ein Intranet die Kommunikation innerhalb des Unternehmens und begrenzt Fehler, die durch die schlechte Verteilung von Information entstehen. Die im Intranet verfügbaren Informationen müssen auf dem aktuellen Stand gehalten werden, um Versionskonflikte zu vermeiden.

Vorteile eines Intranets

Durch ein Intranet lässt sich mit geringen Kosten ein Informationssystem erzeugen. Die Kosten umfassen lediglich das Material, dessen Wartung und Erneuerung, Client-Arbeitsplätze, die über kostenlose Browser funktionieren, einen Server unter Linux mit dem Webserver Apache und dem Datenbankserver MySQL oder einen Server unter Windows mit dem Webserver Microsoft Internet Information Server.

Wegen der "universellen" Natur der eingesetzten Mittel kann jede Art von Rechner mit dem lokalen Netzwerk, also dem Intranet, verbunden werden.

Einrichtung des Intranets

Bei der Konzeption eines Intranets muss auf die Bedürfnisse des Unternehmens oder der Organisation geachtet werden (im Bereich der umzusetzenden Dienste). Daher sollte das Intranet nicht nur von den Informatikern des Unternehmens konzipiert werden, sondern im Zuge eines Projekts, bei dem die Bedürfnisse aller Unternehmensbereiche berücksichtigt werden.

Was die materielle Umsetzung betrifft, muss man lediglich einen Webserver einsetzen (einen Rechner unter Linux oder Windows wie oben beschrieben). Danach muss noch ein Domainname für den Server konfiguriert werden (zum Beispiel intranet.ihr_unternehmen.com. Für die Erstellung und Verwaltung von Inhalten gibt es kostenfrei sogenannte Inhaltsverwaltungssysteme oder CMS (content management systems).

Extranet

Ein Extranet ist eine Erweiterung des betrieblichen Informationssystem auf Partner, die außerhalb des Netzwerks liegen. Der Zugriff auf das Extranet muss gesichert werden, da er Personen außerhalb des Unternehmens Zugriff auf das Informationssystem gewährt.

Dabei handelt es sich entweder um eine einfache Authentifizierung (Authentifizierung durch Username und Passwort) oder um eine starke Authentifizierung (Authentifizierung mittels Zertifikat]). Es ist empfehlenswert, HTTPS für alle von außen aufgerufenen Webseiten zu verwenden, um den Transport von HTTP-Anfragen und -Antworten zu sichern und zu verhindern, dass das Passwort unverschlüsselt im Netzwerk zirkuliert.

Ein Extranet ist daher weder Intranet noch Homepage. Es handelt sich um ein zusätzliches System, dass beispielsweise den Kunden, Partnern oder Filialen eines Unternehmens über ein Web-Interface privilegierten Zugang zu bestimmten elektronischen Ressourcen des Unternehmens erlaubt.

Foto: © Pixabay.

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Letztes Update am 20. Dezember 2017 14:28 von SilkeCCM.
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