Eigenen Livestream erstellen

Dezember 2016

Die Übertragung von Live-Videos ist zur Zeit einer der wichtigsten Trends in den sozialen Medien. Immer mehr Apps und Websites stellen Funktionen zur Verfügung um von der eigenen Plattform live zu übertragen. Neben Facebook Live, Periscope, Meerkat und Snapchat bietet nun auch YouTube seinen Nutzern diese Art Service. Wie das auf professioneller Ebene von Nutzen sein kann und wie Sie selber einen Stream erstellen, erklären wir Ihnen in diesem Praxistipp.


Video-Livestreaming für Einsteiger

Video-Content ist bei weitem am beliebtesten. Immer schnellere Wege der Datenübertragung und hochleistende Endgeräte machen es mittlerweile möglich, Videos überall und jederzeit abzuspielen.


Live-Videos ziehen große Aufmerksamkeit auf sich. Das kann von Privatpersonen genauso genutzt werden wie von Organisationen und Unternehmen. Von einem Treffen in der Realität abgesehen gibt es wohl keine unmittelbarere Art und Weise der Massenkommunikation wie Live-Übertragungen von Videos.

Allerdings hat die Live-Übertragung auch seine Grenzen, vor allem dadurch, dass jegliche Möglichkeit der Nachbearbeitung wegfällt. Dieser Kontrollverlust kann schnell schädlich für eine Marke oder den Ruf von prominenten und normalen Menschen werden. Insbesondere im Zusammenhang mit kontroversen themen wie politischen oder religiösen Debatten steht, kann eine Live-Übertragung für Zündstoff sorgen.

So senden Sie selber Video-Streams ins Netz

Die Liste von Applikationen für Live-Streams wird immer länger. Die populärsten Plattformen sind Periscope, Meerkat, Facebook Live Video und YouTube Live. Daneben gibt es weitere Anbieter wie Livestream und Ustream für Live-Streams für eher spezifisches Publikum. Im Folgenden eine Liste mit Tools, um Live-Streams selber zu erstellen.

Live-Stream mit Periscope erstellen

Im März 2015 von Twitter übernommen, ist Periscope die bekannteste App für Live-Übertragungen. Nutzer können eigene Live-Videos streamen und andere Live-Übertragungen anschauen. Es gibt die Möglichkeit, den Stream öffentlich zu verbreiten oder die Übertragung auf die eigenen Kontakte zu limitieren. Nach der Übertragung sind die Videos noch für 24 Stunden abrufbar.


Im August 2015, nur vier Monate nach der Übernahme durch Twitter, gab Periscope bekannt, die zehn-Millionen-Nutzer-Marke geknackt zu haben. Nach Firmenangaben werden auf Periscope jeden Tag Videos in der Länge von rund 40 Jahren abgerufen.

Es gibt Periscope für iOS und Android. Außerdem ist ein Twitter-Account nötig, um die App zu nutzen.

Meerkat für Live-Streaming nutzen

Meerkat wurde im März 2015 gestartet und erlaubt seinen Nutzern Live-Videos an ihre Follower zu senden. Die App ist über einen Twitter- oder Facebook-Account zugänglich.

Meerkat gibt es für iOS und Android.

Mit Facebook Live Videos übertragen

Seit Januar 2016 bietet auch Facebook eine Funktion, um Videos live zu übertragen. Dafür reicht ein Klick auf das entsprechende Icon im Facebook-Interface. Die Live-Übertragung via Facebook kann maximal 30 Minuten dauern.


Facebook Live-Videos können von Freunden, Followern oder allen gesehen werden - je nach Einstellungen des Übertragenden. Kontakte und Follower erkennen Live-Übertragungen in ihrem Newsfeed anhand einer Einblendung von Facebook. Außerdem gibt es einen Zähler, der anzeigt, wie viele Nutzer das Video anschauen.

Live-Videoübertragung mit YouTube Live

YouTube ist quasi ein Veteran der Live-Übertragung. Bereits seit 2011, zu einer Zeit, als noch nicht viele Menschen überhaupt daran dachten, ihr Bewegtbild-Content in Echtzeit vorzuführen, bot die Google-Tochter die Funktion bereits an. Übertragungen können über die YouTube Live-Seite angeschaut werden.

Imagen: © photoplotnikov - Shutterstock.com.

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