Den BIOS flashen

November 2016

Was bedeutet der Begriff flashen?

Der BIOS (B asic I nput/O utput S ystem) ist ein kleiner Speicher, der sich auf dem Motherboard befindet und dessen Daten die Systemparameter definieren. Diese können allerdings Fehler (bugs) beinhalten. Mit dem Erscheinen neuer Ausstattungen, können die Hersteller von BIOS außerdem entscheiden ihr BIOS zu aktualisieren.
Dies ist allerdings nicht so einfach wie es aussieht, denn wie Sie vielleicht wissen, ist das BIOS ein Speicher, der erhalten bleibt wenn Sie den PC ausschalten (es wäre in der Tat sehr unangenehm den BIOS bei jedem Hochfahren des Computers konfigurieren zu müssen...). So haben sich die BIOS seit einigen Jahren weiter entwickelt, um aktualisiert werden zu können.

Auf den ersten PCs waren die BIOS Festspeicher die an das Motherboard geschweißt waren, und so unmöglich geändert werden konnten. Manche Hersteller boten jedoch Softwarekorrektoren an (genannt patchs ) die auf der Festplatte gespeichert waren und sich in den Arbeitsspeicher (RAM) luden, um eventuelle bugs zu korrigieren. Sie konnten jedoch nur nach dem boot des PCs agieren.

Die BIOS Hersteller haben darauf BIOS verkauft, die in Halter eingesteckt, und so materiell ausgewechselt werden konnten, deren Preis aber derzeit sehr hoch war.
Dann erschienen die elektronisch programmierbaren Speicher , das heißt Speicher die geändert werden konnten, dank einer Maschine die elektrische Impulse über dafür vorgesehene Steckverbinder sendete. Dieser Typ von Chip-Programmierer war jedoch wenig verbreitet, so dass die Operation immer noch für den Benutzer relativ teuer blieb.

Die meisten Motherboards enthalten Flash-Speicher , die direkt über Software geändert werden können. Die BIOS, die sich auf Motherboards mit dieser Art von Speicher befinden, können aktualisiert werden (der Begriff « upgraden » wird manchmal verwendet, ein eingedeutschtes Wort, welches von den englischen Verb « to upgrade », stammt, welches aktualisieren bedeutet) dank eines Programmes, welches Firmware heißt und von dem Hersteller geliefert wird um die Ersetzung des alten BIOS durch einen jüngeren BIOS zu ermöglichen. Das Problem besteht allerdings darin, an die Aktualisierungen seines BIOS zu gelangen (das Problem ist mittlerweile durch den Zugang zu Internet gelöst). Diese Aktualisierungen sind in Form von binären Dateien verfügbar, die ein Bild des BIOS enthalten, welches mit dem Firmware in den Flash-Speicher übertragen wird.

Das Flashen des BIOS ist somit eine Aktualisierung des BIOS über Software, das heißt das Ersetzen der alten BIOS-Version durch ein Programm.

Warum soll der BIOS geflasht werden?

Bevor man seinen BIOS flasht, ist es sehr wichtig den Nutzen dieser Operation zu untersuchen. Das Flashen ermöglicht es den BIOS aus verschiedenen Gründen zu aktualisieren (Korrigieren von Bugs, Hinzufügen von neuen Funktionalitäten, Tragen von neuen Ausstattungen), jedoch sind nicht unbedingt alle Benutzer von den Entwicklungen betroffen. Dazu kommt, dass es auch nicht ausgeschlossen ist, dass das neue BIOS selber neue Bugs mit sich bringt...

So sollte man sich fragen ob die Verbesserungen, die das Flashen bringen kann (meist in einer das neue BIOS begleitenden Datei beschrieben) es wert sind die mit dem flashen des BIOS verbundenen Risiken einzugehen (so gering diese auch sind)?

Wenn Ihr System korrekt funktioniert und sie ihren BIOS "um nur mal zu sehen" flashen wollen, das heißt in der Erwartung möglicher Verbesserungen, so sollten sie es lieber lassen. Es gibt eine sehr einfache Regel&nnbp;

Jedes gut funktionierende System sollte nur aus bekannten Gründen
aktualisiert werden.

Unter welchen Umständen sollte der BIOS geflasht werden?

Das Flashen des BIOS konditioniert das geflashte Material, das heißt es ändert die Verhaltensweise des Materials, welches mit diesem BIOS ausgerüstet ist (es kann sich um das Motherboard handeln, um eine Videokarte, eine SCSI Karte,...), es ist daher höchste Vorsicht geboten.

Vorzunehmende Operationen :

  • die mit den BIOS und dem Firmware gelieferte Dokumentation ausführlich lesen, sowie die ihres Materials. Manche Ausstattungen erfordern das Einfügen eines Jumpers (Springer) um das Flashen zu ermöglichen. Da das BIOS über Software änderbar ist, kann es natürlich auch über Viren geändert werden (z.B. der Tschernobyl Virus). Der Springer ermöglicht es somit den Schreibschutz auf materielle Art zu aktivieren oder zu deaktivieren (so dass der Virus nicht handeln kann...)
  • sicherstellen dass der BIOS, den sie gefunden haben und übertragen wollen, auch dem Material entspricht, welches sie ändern möchten. Im gegenteiligen Fall könnte es vorkommen (obwohl der Firmware (Software die mit dem BIOS geliefert wird und den Transfer übernimmt) meist einen Überprüfungstest vornimmt), dass Sie Daten übertragen, die nicht ihrem Material entsprechen, was den gleichen Effekt hätte, wie wenn sie ihre Mikrowelle ändern würden, damit sie Videokassetten liest...
  • die Unversehrtheit des BIOS und der Firmware überprüfen (wenn Fehler während des Herunterladen der Datei vorgekommen sind, so kann dieser defekt sein und es vorsichtshalber besser sein das Herunterladen neu anzufangen)
  • Das Flashen des BIOS in einer stabilen Umgebung vornehmen, das heißt unter MS-DOS (im ursprünglichen Modus und nicht einem DOS Fenster oder einem banalen " neu starten in MS-DOS-Modus). Der Computer sollte also mit einer DOS-Systemdiskette neu gestartet werden, das ist das sicherste Mittel. Eine Diskette begleitet meist die " flashbaren" Ausstattungen: Sie ermöglicht es, das System unter einem stabilen DOS, wie er für das Flashen gebraucht wird, zu starten. Außerdem enthält sie meist ein Programm, mit dem ein Back-up des aktuellen BIOS gemacht werden kann, um ihn im Problemfall wiederherstellen zu können
  • Darauf achten dass keine residente Software im Speicher ist. Es sollte ein Antivirus-Programm junger Generation auf der Maschine ausgeführt werden (Systemdiskette und Festplatte) bevor der Upgrade des BIOS vorgenommen wird
  • Es muss schließlich in einer stabilen elektrischen Umgebung gearbeitet werden, das heißt das Risiko von Stromausfällen während des Transfers muss so gering wie möglich gehalten werden (Gewitter, wenig sichere Steckdosen, häufiger Stromausfall,...)

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