Die Übertragung von Live-Videos ist zur Zeit einer der wichtigsten Trends in den sozialen Medien. Immer mehr Apps und Webseiten stellen Funktionen zur Verfügung, um von der eigenen Plattform in Echtzeit zu übertragen. Neben Facebook Live, Periscope, Meerkat und Snapchat bietet nun auch YouTube seinen Nutzern diesen Service. Wie das auf professioneller Ebene von Nutzen sein kann und wie Sie selbst einen Stream erstellen, erklären wir Ihnen in diesem Praxistipp.
Videoinhalte sind bei weitem am beliebtesten im Netz. Immer schnellere Wege der Datenübertragung und hochleistende Endgeräte machen es mittlerweile möglich, Videos überall und jederzeit abzuspielen.
Live-Videos ziehen große Aufmerksamkeit auf sich. Das kann von Privatpersonen genauso genutzt werden wie von Organisationen und Unternehmen. Von einem Treffen in der Realität abgesehen gibt es wohl keine unmittelbarere Art und Weise der Massenkommunikation als Live-Übertragungen per Video.
Allerdings hat die Live-Übertragung auch seine Grenzen, vor allem dadurch, dass jegliche Möglichkeit der Nachbearbeitung wegfällt. Dieser Kontrollverlust kann schnell schädlich für eine Marke oder den Ruf von prominenten und normalen Menschen werden. Insbesondere im Zusammenhang mit kontroversen Themen wie politischen oder religiösen Debatten kann eine Live-Übertragung für Zündstoff sorgen.
Die Liste von Anwendungen für Livestreams wird immer länger. Die populärsten Plattformen sind Periscope, Meerkat, Facebook Live Video und YouTube Live. Daneben gibt es weitere Anbieter wie Livestream und Ustream für Livestreams, die eher ein spezifisches Publikum ansprechen. Im Folgenden finden Sie eine Liste mit Tools, um Livestreams selbst zu erstellen.
Periscope ist die bekannteste App für Live-Übertragungen und wurde im März 2015 von Twitter übernommen. Nutzer können eigene Live-Videos streamen und andere Liveübertragungen anschauen. Es gibt die Möglichkeit, den Stream öffentlich zu verbreiten oder die Übertragung auf die eigenen Kontakte zu begrenzen. Nach der Übertragung sind die Videos noch für 24 Stunden abrufbar.
Im August 2015, nur vier Monate nach der Übernahme durch Twitter, gab Periscope bekannt, die Zehn-Millionen-Nutzer-Marke geknackt zu haben. Nach Firmenangaben werden auf Periscope jeden Tag Videos mit einer Länge von rund 40 Jahren abgerufen.
Es gibt Periscope für iOS und Android. Außerdem ist ein Twitter-Account nötig, um die App zu nutzen.
Meerkat wurde im März 2015 gestartet und erlaubt seinen Nutzern, Live-Videos an ihre Follower zu senden. Die App ist über einen Twitter- oder Facebook-Account zugänglich.
Meerkat gibt es für iOS und Android.
Seit Januar 2016 bietet auch Facebook eine Funktion an, um Videos live zu übertragen. Dafür reicht ein Klick auf das entsprechende Icon im Facebook-Interface. Die Liveübertragung via Facebook kann maximal 30 Minuten dauern.
Facebook-Live-Videos können von Freunden, Followern oder allen gesehen werden - je nach den Einstellungen des Übertragenden. Kontakte und Follower erkennen Liveübertragungen in ihrem Newsfeed anhand einer Einblendung von Facebook. Außerdem gibt es einen Zähler, der anzeigt, wie viele Nutzer das Video anschauen.
YouTube ist quasi ein Veteran der Liveübertragung. Schon seit 2011 - zu einer Zeit, als noch kaum jemand daran dachte, seine Video-Inhalte in Echtzeit vorzuführen - bot die Google-Tochter die Funktion an. Übertragungen können über die YouTube-Live-Seite angeschaut werden.
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