Software-Lebenszyklus

November 2016

Software-Lebenszyklus

Der « Software-Lebenszyklus » (auf Englisch software lifecycle), beinhaltet alle Etappen von der Entwicklung und Konzeption einer Software bis hin zu ihrem Verschwinden. Das Ziel einer solchen Aufteilung besteht darin, die verschiedenen Zwischenphasen zu bestimmen, um die Validierung der Softwareentwicklung zu ermöglichen, also die Konformität der Software mit den jeweiligen Bedürfnissen, und die Verifikation des Entwicklungsprozesses, also die Angemessenheit der eingesetzten Methoden.

Die Erkenntnis, die zu dieser Aufteilung geführt hat, war die, dass Fehler höhere Kosten verursachen, je später sie im Entwicklungsprozess entdeckt werden. Durch den Lebenszyklus lassen sich Fehler so früh wie möglich entdecken, dadurch hat man besseren Einfluss auf die Qualität der Software, die Realisierungsfristen und zugehörigen Kosten.

Der Software-Lebenszyklus umfasst in der Regel mindestens die folgenden Arbeitsschritte  :

  • Zielsetzung, das angestrebte Endprodukt wird festgelegt, sowie dessen Stellung in einer globalen Strategie.
  • Bedarfs- und Umsetzbarkeitsanalyse, also die Ermittlung, Auswertung und Formalisierung der nachfrageseitigen Bedürfnisse (der Kunden), sowie sämtlicher Beschränkungen.
  • Allgemeine Konzeption. Hier geht es um die Ausarbeitung der Spezifikationen der Gesamtarchitektur der Software.
  • Detaillierte Konzeption, dabei wird jede Untereinheit der Software genau definiert.
  • Codierung (Implementierung oder Programmierung), also die Übersetzung der in den Konzeptionsphasen definierten Funktionen in eine Programmiersprache.
  • Einzeltests, um individuell für jede Untereinheit der Software zu überprüfen, ob sie den Spezifikationen entsprechend umgesetzt wurde.
  • Integration, mit dem Ziel, sicherzustellen, dass die verschiedenen Elemente (Module) der Software korrekt miteinander verbunden (integriert) sind. Dies wird durch Integrationstests sichergestellt, die genau dokumentiert werden.
  • Beta Tests (oder Debugging), um zu überprüfen, inwiefern die Software den ursprünglichen Spezifikationen entspricht.
  • Dokumentation, zum Hervorbringen der nötigen Informationen für die Verwendung der Software und spätere Entwicklungen.
  • Produktionsstart,
  • Wartung, alle korrektiven Arbeitsschritte (korrektive Wartung) und solche, die der Weiterentwicklung der Software dienen (laufende Wartung).

Die Anordnung und Präsenz der einzelnen Arbeitsschritte in diesem Lebenszyklus hängt von der Wahl eines bestimmten Lebenszyklus-Modells von Kunden und Entwicklungsteam ab.

Lebenszyklus-Modelle

Zur Schaffung einer gemeinsamen Methologie zwischen Kunden und Software-Dienstleister wurden verschiedene Lebenszyklus-Modelle entwickelt, bei denen die Entwicklungsschritte und zu erbringenden Dokumente vorgegeben sind, durch die jeder Arbeitsschritt validiert werden kann, bevor zum nächsten übergegangen wird.

Wasserfall-Modell

Das Wasserfall-Lebenszyklus-Modell wurde 1966 entwickelt, und ca. 1970 formalisiert. Es sieht aufeinanderfolgende Phasen vor, an deren Ende jeweils Dokumente erstellt werden, durch die sich die Konformität überprüfen lässt, bevor man zur nächsten Phase übergeht :

cycle de vie en cascade

V-Modell

Beim V-Modell wird davon ausgegangen, dass die Prozeduren zur Überprüfung der Konformität von Software und Spezifikationen bereits in den Konzeptionsphasen erarbeitet werden müssen.

cycle de vie en V


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