Dateifreigabe unter Windows XP

Dezember 2016

Zweck

Bei der Dateifreigabe wird der Inhalt einer oder mehrerer Verzeichnisse im Netzwerk freigegeben. Alle Windows-Systeme haben standardmäßig Funktionen, durch die man den Inhalt eines Verzeichnisses leicht freistellen kann. Der gemeinsame Dateizugriff birgt allerdings Sicherheitsrisiken, denn er gibt anderen Usern Zugriff auf einen Teil der Festplatte.

Daher ist es wichtig, nur die Verzeichnisse freizugeben, bei denen die Enthüllung des Inhalts (oder sogar die Zerstörung) nicht von großer Bedeutung ist. Außerdem ist auf keinen Fall empfehlenswert, eine ganze Partition der Festplatte festzustellen. Dies sollten Sie unter keinen Umständen tun, wenn Sie den anderen Usern des Netzwerks nicht vertrauen. !

Rechnernamen

Zuerst muss man dem Rechner einen eindeutigen Namen geben. Gehen Sie dafür in die Systemsteuerung / System, dann in den Tab « Name des Computers » und schließlich auf « Ändern... ».

Modification du nom de l\'ordinateur

Um dies zu tun, sind Administrator-Rechte nötig.

Einfacher Dateifreigabe

Dir einfache Dateifreigabe ist der Freigabemodus, der standardmäßig aktiviert ist (und der einzige, der unter Windows XP home verfügbar ist) Er ermöglicht den globalen Zugriff auf die Dateien in einem Verzeichnis für die gesamte Arbeitgruppe, ohne Beschränkungen oder Passwort.

Die Anwendung ist sehr leicht. Unter Windows XP Pro muss allerdings die einfache Dateifreigabe aktiviert werden, indem man den Arbeitsplatz öffnet, und dann auf Tools / Ordneroptionen... / Anzeige geht. Am Ende des Dropdown-Menüs soll die Option Einfache Dateifreigabe verwenden (empfohlen) markiert sein.

Partage de fichiers simple

Um eine Datei freizugeben, klickt man dann rechts auf den freizustellenden Ordner und wechstelt in den Tab Freigabe :

Partage de fichiers simple

Administrative und versteckte Freigabe

Endet der Name einer freigegebenen Ressource mit dem Zeichen « $ », ist sie versteckt, erscheint also nicht in der Liste der Ressourcen.

Microsoft Windows Systeme haben standardmäßig versteckte administrative Freigaben, um dem Administrator eines Rechners zu gestatten, über das Netzwerk auf die Ressourcen des Rechners zuzugreifen.

Die standardmäßigen administrativen Freigaben, die nur für den Administrator zugänglich sind, sind die folgenden :

  • C$ : Zugriff auf die Partition oder das Rootvolumen. Die anderen Partitionen sind ebenfalls über ihren Buchstaben, gefolgt vom Zeichen « $ »  zugänglich;
  • ADMIN$ : Zugriff auf das Verzeichnis %systemroot%, das die Verwaltung eines Rechners im Netzwerk erlaubt.
  • IPC$ : Ermöglicht die Kommunikation zwischen Netzwerkprozessen.
  • PRINT$ : Fernzugriff auf die Drucker.

Um die administrativen Freigaben des Computers darzustellen und zu verwalten, geht man in Systemsteurung / Verwaltung / Computerverwaltung / Freigegebene Ordner / Freigaben. Man kann auch einen Rechtsklick auf den Arbeitsplatz machen und dann Verwalten auswählen.

Erweiterte Dateifreigabe

Die erweiterte Dateifreigabe, die nur unter Windows XP Pro und späteren Systemen zur Verfügung steht, legt Zugriffsrechte für freigegebene Ressourcen für User oder Usergruppen fest. Im Gegensatz zur einfachen Dateifreigabe erfolgt der Zugriff auf freigegebene Dateien hier nach Indentifizierung der User.

Will man die erweiterte Freigabe nutzen, sollte man zuerst die einfache Dateifreigabe deaktivieren, indem man den Arbeitplatz öffnet und dann auf Tools / Ordneroptionen... / Anzeige geht. Am Ende des Dropdown-Menüs soll die Option Einfache Dateifreigabe verwenden (empfohlen) nicht markiert sein.

Partage de fichiers avancé

Danach muss man soviele Benutzerkonten erstellen, wie benötigt werden. Um Benutzerkonten zu erstellen, klickt man einfach auf Benutzerkonten in der Systemsteuerung, und dann auf Hinzufügen. Wenn ein identisches Konto (gleiches Passwort) auf dem fremden Rechner existiert, der vom User verwedet wird, muss dieser zum Zugriff auf freigegebene Dateien sein Passwort nicht eingeben.

Beim Freigeben einer Ressource (rechtsklick, dann Freigabe und Sicherheit), klickt man dann einfach auf den Button Rechte :

Partage et autorisations

Um den Zugriff zur freigegebenen Ressource zu beschränken, muss man den den Zugriff für « alle » deaktivieren, und dann nur berechtigten Usern Zugriff erlauben. Eventuell kann anonymer Zugriff gestattet werden, über ein « Gast-Konto ».

Eine freigegebene Ressource nutzen

Es gibt zwei Arten, um eine freigegebene Ressource zu nutzen :

  • Die direkte Verwendung der Ressource über deren Adresse. Die Adresse einer freigegebenen Ressource sieht folgebdermaßen aus :
    \\computer\name_der_freigabe
    computer steht für den Computernamen und seine IP Adresse und name_der_freigabe entspricht dem Namen der freigegebenen Ressource.
  • Die Verbindung mit einem Dateiserver ermöglicht es, die freigegebene Ressource einem virtuellen Server zuzuteilen. Um eine Verbindung mit einem Dateiserver aufzubauen, öffnet man den Datei-Explorer (Start / Ausführen / « explorer », dann gehen Sie im Menü Tools, auf Verbindung mit Dateiserver..... Wählen sie einen verfügbaren Buchstaben des Servers und geben Sie den Namen des Ordners ein.

Diagnoseverfahren

Wenn es Probleme mit dem Zugriff auf freigegebene Dateien gibt, kann einer der folgenden Gründe verantwortlich sein :

  • Die Netzwerkverbindung zwischen den Rechnern ist inkorrekt. Machen Sie bitte eine Netzwerkdiagnose ;
  • Die User gehören nicht derselben Domain an.
  • Die Computer des lokalen Netzwerks müssen die selbe Subnetzmaske haben. Das lässt sich ganz einfach überprüfen, durch den Befehl ipconfig.
  • Eine Firewall (oder Antivirus-Software) auf dem Computer, der die Datei freigibt, auf dem Computer, der darauf zugreift, oder auf dem Netzwerk verhindert den Zugriff. Überprüfen Sie die Einstellungen der Firewall, und deaktivieren Sie sie eventuell kurz um festzustellen, ob das Problem damit zusammenhängt ;
  • Die maximale Userzahl unter Windows XP home ist 5, unter Windows XP professional 10. Für weitere Informationen :
  • Ein Spezialzeichen (wie ein Leerzeich) im Namen einer freigegebenen Ressource kann den Zugriff für ältere Betriebssysteme verhindern.
  • Die Systemrechte von NTFS Dateien können sich mit Zugriffsrechten überschneiden, da Verbote gegenüber Genehmigungen Vorrang haben.

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