Die CIE- / Lab-Kodierung (L*a*b)

Dezember 2016

Die CIE-Kodierung


Die Farben können je nach Person unterschiedlich wahrgenommen und je nach den Anzeigegeräten unterschiedlich angezeigt werden.

Die Internationale Beleuchtungskommission (CIE) hat Standarde zur Bestimmung einer Farbe unabhängig von den benutzten Anzeigegeräten definiert. Zu diesem Zweck hat die CIE Kriterien definiert, die auf der Wahrnehmung der Farbe durch das menschliche Auge mithilfe eines dreifachen Reizes basieren.

1931 hat die CIE das farbmetrische System xyY entwickelt, das die Farben nach ihrer Farbart (x und y Achsen) und ihrer Leuchtdichte (Achse Y) darstellt. Die Farbtafel (oder chromatisches Diagramm), die aus einer mathematischen Transformation hervorgeht, stellt auf dem Anzeigegerät pure Farben dar, das bedeutet monochromatische Strahlen, die den Spektralfarben entsprechen (Regenbogenfarben), und nach ihrer Wellenlänge angeordnet sind. Die Linie, mit der die Farbtafel schließt (die beiden Enden des sichtbaren Spektrums) nennt sich die Purpurlinie, da sie purpurfarbig ist und aus den zwei monochromatischen Strahlen blau (420 nm) und rot (680 nm) besteht.

Diagramme de chromaticité



Man stellt generell die Farbbandbreite eines Anzeigegeräts dar, indem in einer chromatischen Grafik ein Polygon gezogen wird, der alle Farben mit einschliesst, die er produzieren kann.

Jedoch berücksichtigt diese rein mathematische Darstellungsweise nicht die physiologischen Faktoren der Farbwahrnehmung durch das menschliche Auge, was zu einer chromatischen Grafik führt, die zum Beispiel den grünen Farbtönen zuviel Platz lässt.

1960 entwickelte die CIE das Modell Lu*v*.

Um die Lücken des Modells xyY zu schließen, entwickelt die CIE 1976 das farbmetrische Modell La*b* (das auch unter dem Namen CIELab bekannt ist), in dem einer Farbe drei Werte zugeteilt sind :

  • L, die Leuchtdichte, in Prozent ausgedrückt (0 für schwarz bis 100 für weiß)
  • a und b , zwei Farbreihen, die jeweils von grün bis rot und von blau bis gelb mit Werten von -120 bis +120 reichen.



Der Lab -Modus deckt so die Gesamtheit des mit dem menschlichen Auge sichtbaren Spektrums ab und stellt es auf gleichförmige Art dar. Es ermöglicht also eine Beschreibung aller sichtbaren Farben unabhängig von jeder graphischen Technologie.

Auf diese Weise umfasst es alle Farben RGB und CMYK, aus diesem Grund wird bei Programmen wie zum Beispiel PhotoShop diese Methode benutzt, um von einem Darstellungsmodell zu einem anderen zu gehen.

Es handelt sich um eine in der Industrie sehr häufig benutzte Methode, jedoch selten angewandte Methode bei den meisten Softwaretypen, da sie schwierig zu bearbeiten ist.

Die Modelle der CIE sind nicht intuitiv, jedoch garantiert ihre Benutzung die Tatsache, dass eine nach diesen Modellen erstellte Farbe von allen auf diese gleiche Art und Weise wahrgenommen wird.


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