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Alexa: Gefährlich für Kinder?

Haykel Jouini - 9. Juli 2019 - 16:44
Alexa: Gefährlich für Kinder?
Die intelligente Sprachassistentin soll Minderjährigen Zugriff auf gefährliche Inhalte ermöglichen.

(CCM) — Der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestags hat Amazons intelligente Sprachassistentin Alexa unter die Lupe genommen und ist zu dem Schluss gekommen, die Software sei gefährlich für Kinder. Die Wissenschaftler erläutern ihr Urteil detailliert in einem Gutachten.

Darin heißt es, Alexa gebe vertrauliche Informationen preis oder erlaube anhand von Sprachbefehlen Zugriff auf Inhalte, die für Minderjährige nicht geeignet seien. Zudem könne die Software unter Umständen heimlich personenbezogene Daten von Dritten speichern, da die Amazon-Lautsprecher auch Umgebungsgeräusche aufzeichneten.

Obwohl Amazon seine Kunden im Voraus ausführlich darüber informiert, welche Daten Alexa speichert und bearbeitet, ist es nach Meinung der Wissenschaftler für den Nutzer jedoch häufig intransparent, wann Daten tatsächlich erhoben werden. Alexa überträgt die gespeicherten Daten beziehungsweise Aufzeichnungen erst nach dem Aussprechen eines bestimmten Aktionsworts auf die Amazon-Server. Allerdings kommt es häufig vor, dass der Lautsprecher andere Wörter mit dem Aktionswort verwechselt. "Dann werden ohne Kenntnis und Zustimmung des Nutzers Daten erhoben und verarbeitet", erklären die Wissenschaftler in dem Gutachten.

Foto: © George W – Shutterstock.com
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