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Hacker-Attacke auf Mobilfunkbetreiber

Haykel Jouini - 25. Juni 2019 - 15:59
Hacker-Attacke auf Mobilfunkbetreiber
Die Angreifer sollen aus China kommen und gezielt Daten von Militärs und Dissidenten ausgespäht haben.

(CCM) — Vermutlich chinesische Hacker sollen Kundendaten von mehr als zehn Mobilfunkbetreibern gestohlen haben. Die Soft Cell genannte Operation wurde von Forschern des Sicherheitsanbieters Cybereason aufgedeckt. Das berichtet das High-Tech-Portal TechCrunch.

Welche Provider betroffen sind, verriet Cybereason nicht. Es handele sich aber um kleinere Anbieter außerhalb Nordamerikas. Die Hacker hätten theoretisch Zugriff auf Daten von hunderten Millionen Nutzern gehabt, sich aber gezielt auf mindestens 20 Personen konzentriert. Zu den ergatterten Daten gehören überwiegend Anrufdaten. Anhand dieser Daten können Hacker den Standort des Opfers ermitteln und ihn sogar auch tracken. Aufzeichnungen der Inhalte von Gesprächen oder Nachrichtenarchive gehören nicht zum gestohlenen Datensatz.

Die Hackerattacken, die vor einem Jahr entdeckt wurden, wurden von Cybereason-CEO Lior Div als massive Spionage eingestuft. Den Hackern soll es zudem gelungen sein, auf die Netze der Mobilfunkanbieter zuzugreifen. Somit mussten sie keine Spionageprogramme direkt auf den Geräten ihrer Opfer installieren. "Sie wussten alles über ihre Opfer, ohne jemals deren Telefon gehackt zu haben", erklärte Div.

Als Einfallstor in die internen Netzwerken der Mobilfunkanbieter sollen die Angreifer eine Schwachstelle in einem mit dem Internet verbundenen Webserver ausgenutzt haben. Anhand der gestohlenen Daten sollen Sie weitere Systeme infiltriert haben.

Foto: © jurgenfr – Shutterstock.com

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