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Datenpanne bei Amazon Deutschland

Haykel Jouini - 24. Dezember 2018 - 08:32
Datenpanne bei Amazon Deutschland
1700 Alexa-Sprachaufnahmen sind im Rahmen einer Datenanfrage versehentlich an einen falschen Kunden geraten.

(CCM) — Amazon Deutschland hat aus Versehen rund 1700 Alexa-Sprachaufnahmen an einen falschen Kunden gesendet. Der Kunde hatte vor zwei Monaten Amazon Deutschland gebeten, die zu seiner Person gespeicherten Daten gemäß der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) auszuhändigen, wie der Fernsehsender n-tv berichtet.

Der Kunde erhielt auf seine Anfrage ein ZIP-Archiv per E-Mail zugeschickt mit den von Amazon Deutschland zu ihm gespeicherten Informationen. Die Datei enthielt allerdings weitere unbekannte Daten. Dabei handelte es sich um rund 1700 Aufzeichnungen von Alexa-Spracheingaben und eine PDF-Datei mit dem, was der intelligente Amazon-Assistent aus den Sprachaufnahmen verstanden hat. Der Kunde hatte Alexa aber gar nicht genutzt.

Er informierte Amazon per E-Mail über den Vorfall, erhielt aber keine Rückmeldung. Kurz darauf wurde der Download-Link für die ZIP-Datei deaktiviert. Der Online-Versandhändler hatte die Aufzeichnungen wahrscheinlich gelöscht, um kein Aufsehen zu erregen. Die betroffene Person konnte anhand des Inhalts der Aufzeichnungen identifiziert werden und wurde mittlerweile über den Vorfall informiert.

"Dieser unglückliche Fall war die Folge eines menschlichen Fehlers und ein isolierter Einzelfall. Wir haben das Problem mit den beiden beteiligten Kunden geklärt und Maßnahmen zur weiteren Verbesserung unserer Prozesse ergriffen. Wir standen auch vorsorglich in Kontakt mit den zuständigen Behörden", erklärte Amazon gegenüber n-tv.

Foto: © Amazon.

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