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LinkedIn: Illegale Werbung auf Facebook

Haykel Jouini - 27. November 2018 - 10:16
LinkedIn: Illegale Werbung auf Facebook
Das Netzwerk für Geschäftskontakte soll dafür E-Mail-Adressen von Nicht-Mitgliedern gestohlen haben.

(CCM) — LinkedIn Irland soll in Europa 18 Millionen E-Mail-Adressen von Nicht-Mitgliedern ohne deren Erlaubnis verwendet haben, um ihnen gezielte Werbung auf Facebook anzuzeigen. Das berichtet die irische Tageszeitung Irish Times.


LinkedIns Praktiken kamen ans Licht, nachdem sich ein irischer Facebook-Nutzer, der kein LinkedIn-Mitglied ist, über die gezielte Werbung beschwert hat. Der Fall wurde von der irischen Datenschutzbehörde Data Protection Commissioner (DPC) untersucht. Die Untersuchung ergab, dass LinkedIn Irland die gestohlenen E-Mail-Adressen offenbar an den Hauptsitz in den USA weitergeleitet hatte. Dort seien die Daten dann für die Werbezwecke verarbeitet worden.

Die Datenschutzbehörde macht auch LinkedIn Irland für den Missbrauch verantwortlich, da es für die Sammlung der E-Mails zuständig war. LinkedIn USA hat die gesammelten Daten mittlerweile wieder gelöscht. "Die Beschwerde wurde letztendlich einvernehmlich gelöst. LinkedIn hat eine Reihe von Sofortmaßnahmen eingeleitet, um die Verarbeitung von Benutzerdaten zu den Zwecken, die zu der Beschwerde geführt haben, einzustellen", erklärte ein Sprecher der DPC.

Die Datenschutzbehörde soll zudem größere systemische Probleme entdeckt haben. Eine gründlichere Untersuchung der Sicherheitsmaßnahmen für die Verarbeitung von Daten von europäischen Nicht-Mitgliedern wurde daraufhin eingeleitet.

Foto: © Asif Islam - Shutterstock.com

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