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Irland ermittelt gegen Facebook

HaykelTech - 4. Oktober 2018 - 16:12
Irland ermittelt gegen Facebook
Die irische Datenschutzbehörde will untersuchen, ob Facebook genug für den Schutz seiner Kundendaten tut.

(CCM) — Die irische Datenschutzbehörde Data Protection Commissioner (DPC) hat Ermittlungen gegen Facebook aufgenommen. Hintergrund sei der jüngste Hackerangriff, dem das soziale Netzwerk zum Opfer fiel. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Bei dem Angriff wurden rund 50 Millionen Accounts gekapert.


Unter den Opfern sollen fünf Millionen europäische Nutzer sein. Nach eigenen Angaben will die DPC eventuelle Versäumnisse seitens Facebook beim Schutz der User-Daten überprüfen. Die Behörde will sich dabei auf die EU-DSGVO stützen.

"Die Untersuchung wird prüfen, ob Facebook seiner Verpflichtung gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nachkommt, angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit und den Schutz der von ihm verarbeiteten personenbezogenen Daten zu gewährleisten", erklärte ein DPC-Sprecher.

Die DSGVO erlaubt es EU-Behörden, hohe Geldstrafen gegen IT-Unternehmen zu verhängen, wenn diese sich nicht an die Anforderungen des Datenschutzes halten. Unternehmen sind unter anderem dazu verpflichtet, ihre Kunden bei Hackerangriffen binnen 72 Stunden zu benachrichtigen. Da Facebook das auch getan hat, soll dem Konzern die maximal mögliche Geldstrafe erspart bleiben.

Facebook hat eine Tochtergesellschaft in Irland. Diese Gesellschaft ist für alle Nutzer außerhalb der USA und Kanada zuständig. Dementsprechend operiert die irische Facebook-Gesellschaft im Rechtsbereich Irlands und der EU.

Foto: © dolphfyn - Shutterstock.com
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