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Niedersachsen stellt auf Windows um

Silke Grasreiner - 24. Juli 2018 - 21:07
Niedersachsen stellt auf Windows um
Die Steuerverwaltung des Bundeslandes gibt damit das Betriebssystem Linux auf seinen rund 13.000 Rechnern auf.

(CCM) — Die Steuerverwaltung von Niedersachsen wird seine IT-Infrastruktur in den kommenden Jahren von Linux auf Windows umstellen. Nach der Stadt München wechselt damit eine weitere große öffentliche Verwaltung zu Microsoft.


Die Umstellung soll die bisherigen Arbeitsplatzsysteme vereinheitlichen und damit Verfahren vereinfachen. Im Haushaltsentwurf 2019 sind für das über mehrere Jahre laufende Projekt 5,9 Millionen Euro und für die Folgejahre jeweils 7 Millionen Euro vorgesehen.

Derzeit würden die Rahmenbedingungen festgelegt und eine Vorauswahl möglicher Lösungsansätze für die Migration getroffen, erklärte eine Sprecherin der Landesregierung. Neu ausgestattet werden insgesamt 70 Finanzämter im flächenmäßig zweitgrößten Bundesland Deutschlands.

Die Rechner der niedersächsischen Finanzverwaltung waren 2006 vom Unix-basierten Betriebssystem Solaris von Sun Microsystems, jetzt Oracle, auf Linux umgestellt worden. Nachdem die aktuell installierte Linux-Version nicht mehr vom Hersteller unterstützt wird, wäre bald ein Update nötig gewesen.

Das kostenlose Linux muss nun einer Lizenz für Windows und damit den engeren Entwicklungsmöglichkeiten kostenpflichtiger Programme weichen. Auch die Landespolizei Niedersachsen hatte 2014 beschlossen, ihre Computer von Linux auf Windows umzustellen. Insgesamt nutzt die Landesverwaltung noch zu gut einem Drittel Open-Source-Software.

Foto: © Samsung.
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