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Facebook: Holocaust leugnen ist erlaubt

HaykelTech - 20. Juli 2018 - 13:09
Facebook: Holocaust leugnen ist erlaubt
In den USA wird das als Meinungsfreiheit angesehen. Das hat auch Mark Zuckerberg deutlich gemacht.

(CCM) — Äußerungen von Mark Zuckerberg haben eine Welle heftiger Kritik ausgelöst: Der Facebook-CEO erklärte in einem Interview mit Recode, er sei prinzipiell gegen das Löschen von Beiträgen von Holocaust-Leugnern. Auch Kontosperren kämen nicht in Frage.

"Ich bin Jude und es gibt jede Menge Leute, die den Holocaust leugnen. Ich finde das zutiefst beleidigend. Aber letztendlich glaube ich nicht, dass unsere Plattform das wegräumen sollte, weil ich denke, dass es Dinge gibt, die Menschen falsch verstehen. Ich denke aber nicht, dass sie das absichtlich machen", erklärte Zuckerberg in dem 90-minütigen Interview.


Die Recode-Interviewerin Kara Swisher hatte Zuckerberg nach dem Satz "Ich denke aber nicht, dass sie das absichtlich machen" unterbrochen und ihn darauf hingewiesen, dass es sich bei Holocaustleugnung sehr wohl um Absicht handeln könnte. Der Facebook-Chef antwortete, es sei nicht einfach, Absichten in Frage zu stellen.

In den USA gilt die Holocaustleugnung als Meinungsfreiheit. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und auch anderen Ländern ist Holocaustleugnung ein eigener Straftatbestand. In diesen Ländern wird das Thema von Facebook dementsprechend nicht toleriert.

Foto: © philipus - 123RF.com
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