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Kritik an Google und FB auf CEBIT

SilkeCCM - 12. Juni 2018 - 09:35
Kritik an Google und FB auf CEBIT
Zum Start der IT-Messe in Hannover warnte Technik-Philosoph Lanier vor Profitgier statt freier Information.

(CCM) — Zum Auftakt der Technik-Messe CEBIT 2018 in Hannover gab es neben einem Ausblick auf neue digitale Business-Lösungen und Innovationen auch kritische Töne. Der US-amerikanische Technik-Philisoph und Künstler Jaron Lanier kritisierte das "kranke Geschäftsmodell" von Internet-Giganten und sozialen Netzwerken wie Google und Facebook.


Damit meint er das werbefinanzierte Internet. Vor allem die auf den Nutzer abgestimmte Werbung aufgrund der über ihn gesammelten Daten sei gezielte Manipulation, sagte Lanier, der selbst keinen Social-Media-Account unterhält. Der Eröfnungsvortrag stand eigentlich unter dem Motto "Realität und Virtuelle Realität", aber er wurde zum Rundumschlag gegen profitorientierte Internetkonzerne, die ohne die nötige politische Kontrolle durch die Verbreitung von Informationen auf die Gesellschaft einwirken. Beispiel seien die US-Präsidentschaftswahl sowie die Probleme mit Hassbotschaften und Fake News.

Eine Lösung sieht Lanier im Umstieg von der Werbefinanzierung auf Bezahlmodelle, um wieder direkten Kontakt zwischen Unternehmen und Nutzern herzustellen und von Manipulationen Dritter unabhängig zu sein. Dies habe etwa bei Netflix funktioniert.

Die CEBIT will in diesem Jahr wieder mehr private und jüngere Besucher anziehen. In den letzten Jahren hatte sich die Messe eher zu einem reinen Business-Publikum hin entwickelt. Dazu werden zum Beispiel mehr Open-Air-Veranstaltungen angeboten, darunter Talkrunden und Konzerte. Außerdem kann man nun mit den Eintrittkarten auch fast 500 Vorträge besuchen, die vorher kostenpflichtig waren. Die mehr als 2.500 Aussteller aus 70 Ländern, darunter auch Facebook, präsentieren sich noch bis zum 15. Juni auf der CEBIT in Hannover.

Foto: © Deutsche Messe AG.
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