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Tödlicher Tesla-Unfall mit Autopilot

Haykel Jouini - 2. April 2018 - 15:43
Tödlicher Tesla-Unfall mit Autopilot
Die Familienangehörigen des Fahrers machen Teslas Autopilot-System für den Unfall verantwortlich.

(CCM) — In den USA ist ein Tesla-Fahrer tödlich verunglückt. Der Unfall ereignete sich auf dem Highway 101 im kalifornischen Mountain-View, wie The Guardian berichtet.


Der 38-Jährige Fahrer soll auf dem Heimweg von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Betonbarriere geprallt sein. Der Autopilot des Tesla Model X soll aktiviert gewesen sein. Der Fahrer, der Angestellter von Apple war, soll vor dem Aufprall mehrere visuelle und akustische Warnsignale erhalten haben.

Nach Angaben von Tesla hat der Fahrer auf die Warnsignale nicht reagiert. Demnach soll er etwa fünf Sekunden Zeit und 150 Meter bis zur Kollision gehabt haben. Seine Hände seien vor dem Aufprall sechs Sekunden lang nicht auf dem Lenkrad des Autos gewesen. Der Fahrer starb noch im Krankenhaus.

Bei dem Fahrzeug sei der sogenannte adaptive Tempomat aktiviert gewesen. Dieses Feature hält den Wagen automatisch auf demselben Abstand zum vorderen Fahrzeug. Die Funktion war auf die Mindestentfernung eingestellt, erklärte der Hersteller. Der Sender ABC berichtete, der Fahrer habe sich bei seinen Familienangehörigen wiederholt beschwert, dass der Autopilot das Fahrzeug in Richtung Betonbarriere gelenkt habe.

Der Unfall soll nun von den Experten der nationalen Behörde für Transportsicherheit (NTSB) untersucht werden. Auch Tesla hat sich bereit erklärt mit der Behörde zusammenzuarbeiten. Im Juli 2016 hatte es den ersten tödlichen Tesla-Unfall mit eingeschaltetem Autopilot gegeben, der bis dahin als sicher galt.

Foto: © Tesla.
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