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Drohnen: Mehr Sicherheit dank Mobilfunk

Haykel Jouini - 21. Februar 2018 - 13:15
Drohnen: Mehr Sicherheit dank Mobilfunk
Drohnen, die zum Beispiel Flughäfen zu nahe kommen, sollen künftig per LTE an einen sicheren Ort gelotst werden.

(CCM) — Vodafone und die Deutsche Telekom wollen mit neuen Erkennungssystemen für Drohnen den Flugverkehr noch sicherer machen.


Vodafone will dafür sein eigenes LTE-Netz verwenden. Zivile Drohnen sollen künftig mit dem neuen Radio Positioning System (RPS) ausgestattet werden, das die Kommunikation mit der Drohne über LTE ermöglichen soll. Die Drohne sendet während des Flugs kontinuierlich Daten an eine Basisstation. Fliegt eine Drohne in der Nähe eines Flughafens, so können Behörden die Steuerung des Geräts übernehmen und sie in einem sicheren Gebiet landen.

Auch die Deutsche Telekom will ihren Beitrag leisten. Der Bonner Konzern hatte bereits im Juli 2017 den sogenannten "Magenta Schutzschirm" vorgestellt. Das System wurde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) entwickelt und verwendet Techniken des Drohnen-Abwehrspezialisten Dedrone sowie Frequenzscanner der Firma Rhode & Schwarz. Drohnen können aufgrund ihrer Größe nicht von konventionellen Radaren erkannt werden. Der Magenta Schutzschirm soll Drohnen nun auf Radarschirmen sichtbar machen, um damit eventuellen Kollisionen mit anderen Flugobjekten vorzubeugen.

Seit Oktober 2017 wurde in Deutschland die Führerscheinpflicht für Drohnen-Besitzer eingeführt. Damit wollten die Behörden für mehr Sicherheit im deutschen Luftraum sorgen. Bisher wurden 60 Unfälle registriert (Stand August 2017), in die Drohnen verwickelt waren.

Foto: © Iurii Kovalenko - 123RF.com
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