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VZBV fordert Verbot von Vodafone GigaPass

Haykel Jouini - 31. Januar 2018 - 16:59
VZBV fordert Verbot von Vodafone GigaPass
Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht in Vodafones Angebot einen Verstoß gegen Regeln der Netzneutralität.

(CCM) — Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat sich bei der Bundesnetzagentur über Vodafones Zero-Rating-Tarifoption GigaPass beschwert. Die Verbraucherschützer fordern das sofortige Verbot des Angebots.


Vodafone hat im Oktober 2017 die neue Daten-Flatrate GigaPass für bestimmte Apps und Dienste eingeführt. Red- und Young-Kunden von Vodafone haben insgesamt vier verschiedene Pässe für Video, Musik, Chat sowie für die Verwendung von sozialen Netzwerken zur Auswahl. Das von diesen Apps bzw. Diensten verbrauchte Datenvolumen wird nicht auf das Gesamtvolumen im Red- oder Young-Tarif angerechnet, sondern die Kunden zahlen dafür eine monatliche Gebühr von zehn Euro.

Nach Ansicht der Verbraucherschützer verstoßen die Vodafone-Pässe gegen Regeln der Netzneutralität. Das Angebot sei für Kunden sehr intransparent aufgebaut. Zudem müssten Dienstleister, die am GigaPass teilnehmen wollen, den rechtlichen und technischen Vorgaben der Vodafone GmbH zustimmen. Dem VZBV zufolge werden dadurch kleine Unternehmen und nicht kommerzielle Initiativen benachteiligt sowie technische Innovationen behindert.

Auch der Konkurrent Deutsche Telekom bietet seit April 2017 eine ähnliche Tarifoption an. Mit StreamOn können Kunden verschiedene Musik- und Video-Streaming-Dienste ohne Datenvolumenabzug nutzen. Bei der Telekom kostet das Angebot je nach Tarif als reine Musikvariante oder inklusive Videonutzung allerdings null Euro.

Foto: © Maxim Kuzubow - 123RF.com
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