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Sicherheitslücke in Intel-CPUs entdeckt

HaykelTech - 4. Januar 2018 - 12:58
Sicherheitslücke in Intel-CPUs entdeckt
Die Schwachstelle soll den Zugriff auf sensible Daten ermöglichen, die im Arbeitsspeicher gespeichert sind.

(CCM) — Eine gravierende Sicherheitslücke wurde in zahlreichen Computer-Chips des US-amerikanischen Herstellers Intel entdeckt. Milliarden von Windows-, Linux- und macOS-Computern weltweit sollen betroffen sein, wie The Guardian berichtet.


Gefährdet sind in erster Linie sensible Daten wie Passwörter, Krypto-Schlüssel und Softwareinformationen, die im Arbeitsspeicher gespeichert sind. Dem Betriebssystemkern, auch Kernel genannt, wird ein bestimmter Bereich im Arbeitsspeicher reserviert, der für andere Programme unzugänglich ist – so weit die Theorie. Die Praxis hat allerdings gezeigt, dass auch dieser Bereich durch Ausnutzung von Schwachstellen im Chip zugänglich werden kann.

Neben Intel sind auch CPUs von Arm und AMD auf Milliarden Computern weltweit betroffen. AMD bestreitet allerdings, dass seine Produkte irgendwelche Sicherheitslücken aufweisen. Die Sicherheitslücke ist der Computerindustrie seit einiger Zeit bekannt.

Experten haben bereits Patches entwickelt, die die Lücke dicht machen sollen. Die Veröffentlichung der Patches, die unter anderem in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt wurden, war ursprünglich für den 9. Januar geplant. Da die Lücke mittlerweile publik wurde, wurden die Patches schon am Mittwoch veröffentlicht.

Intel bekam das Ausmaß der Sicherheitslücke in vollem Ausmaß an der Börse zu spüren. Der Aktienkurs des Konzerns sackte ab. Die Aktie verlor am Mittwoch zeitweise bis zu sechs Prozent und schloss 3,4 Prozent im Minus bei genau 45,26 US-Dollar.

Foto: © StockStudio – Shutterstock.com



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