Facebook verliert Klage vor Landgericht

HaykelTech - 13. Februar 2018 - 12:29

Facebook verliert Klage vor Landgericht

Das soziale Netzwerk darf deutsche User unter anderem nicht mehr zur Angabe ihrer echten Namen zwingen.

(CCM) — Facebook verstößt mit seinen Nutzungsbedingungen gegen das deutsche Datenschutzrecht. Das hat das Landgericht Berlin entschieden. Hintergrund der Entscheidung war ein Rechtsstreit zwischen Facebook und der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZVB) aus dem Jahr 2015.



Das soziale Netzwerk zwingt seine User zur Angabe ihrer echten Namen. "Anbieter von Online-Diensten müssen Nutzern auch eine anonyme Teilnahme, etwa unter Verwendung eines Pseudonyms, ermöglichen. Das schreibt das Telemediengesetz vor", erklärte Heiko Dünkel, Rechtsreferent beim VZVB. Dem gab das Landgericht statt.

Dem Landgericht missfielen zudem Facebooks Voreinstellungen in seiner Smartphone-App, wo der Ortungsdienst standardmäßig aktiviert ist. Dadurch wird der Aufenthaltsort des Users ohne sein Wissen für andere User sichtbar gemacht. Darüber hinaus war in den Einstellungen zur Privatsphäre per Häkchen voreingestellt, dass Suchmaschinen einen Link zur Chronik des Teilnehmers erhalten.

Facebooks Slogan "Facebook ist kostenlos" konnten die Datenschützer allerdings nicht gerichtlich verbieten. Die Verbraucherschützer waren der Meinung, die User würden zwar nicht in Euro zahlen, aber zumindest mit ihren Daten.

Foto: © Panithan Fakseemuang - 123RF.com
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