Facebook: Ärger mit dem Bundeskartellamt

HaykelTech - 2. Januar 2018 - 14:46

Facebook: Ärger mit dem Bundeskartellamt

Das soziale Netzwerk soll weiterhin Daten ohne Wissen und Widerspruchsmöglichkeit der User gesammelt haben.

(CCM) — Das Bundeskartellamt erwägt nach eigenen Angaben Sanktionen gegen Facebook. Das soziale Netzwerk soll weiterhin Daten ohne Widerspruchsmöglichkeit der User gesammelt haben.



"Wir kritisieren die Art und Weise, wie das Unternehmen persönliche Daten sammelt und verwertet, als möglichen Missbrauch von Marktmacht", erklärte der Präsident des Bundeskartellamts Andreas Mundt gegenüber der Zeitung Rheinische Post.

Das Bundeskartellamt sieht sich für den Kampf gut gerüstet: Ein Vorgehen gegen das mächtige soziale Netzwerk sei aufgrund des sogenannten Auswirkungsprinzips möglich. "Gegen einen Verstoß können wir wirksam vorgehen, soweit er sich in der Bundesrepublik auswirkt", sagte Mundt weiter. Dem Bundeskartellamt sollen bereits seit Dezember Informationen darüber vorliegen, dass Facebook unkontrolliert und in großen Mengen Nutzerdaten aus Drittquellen sammelt, die zum sozialen Netzwerk gehören, wie WhatsApp und Instagram - das Ganze ohne Wissen der User.

Zudem wird Facebook vorgeworfen, durch seine Praktiken marktbeherrschend geworden zu sein. Facebook verknüpft mehrere Dienste. Dadurch zwinge das Netzwerk die Nutzer indirekt, entweder das gesamte Paket zu nehmen oder ganz auf Dienste verzichten. Der Konzern wies das zurück und kritisierte die Vorwürfe des Kartellamts als zu ungenau.

Foto: © Lukasz Stefanski - Shutterstock.com
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