Pokémon GO: Eine "Killer-App"?

HaykelTech - 28. November 2017 - 11:14

Pokémon GO: Eine

Seit dem Release von Pokémon GO gab es mehrere Unfälle, die zum größten Teil von zockenden Autofahrern verursacht wurden.

(CCM) — Forscher der Purdue University im US-Bundestaat haben den Zusammenhang zwischen Pokémon GO und den seit dem Release der App entstandenen Schäden untersucht.



Als Ausgangspunkt für die Death by Pokémon GO genannte Studie haben die Forscher die Region Tippecanoe County im Bezirk Indiana (rund 170.000 Einwohner) ausgewählt. Allein in den ersten 148 Tagen nach dem Release wurden in dieser Region insgesamt 286 Unfälle gemeldet. 134 davon ereigneten sich in der Nähe von Pokéstops.

Dabei wurden 31 Menschen verletzt, zwei weitere kamen ums Leben. Zudem wurden Sachschäden zwischen 5,2 und 25,2 Millionen US-Dollar registriert. Den Forschern zufolge gab es in den gesamten USA bis zu 30.000 Verletzte, 256 Tote und Schäden in Höhe von 2 bis 7,3 Milliarden US-Dollar.

Vor allem betroffen sind Autofahrer. "Basierend auf den detaillierten Polizeiberichten für Tippecanoe County konnten wir eine eindeutige Steigerung an Unfällen mit Fahrzeugen und daraus resultierenden Sachschäden, Verletzungen und Todesfällen in der Nähe von Pokéstops feststellen, wo es Usern möglich ist, das Spiel auch während des Fahrens zu spielen", erklärten die Forscher.

Bei der Untersuchung der Pokémon-Arenen wurden weniger Unfälle registriert. Pokémon GO war im Juli 2016 für Android und iOS herausgekommen. Seitdem sorgte die Virtual-Reality-App immer wieder für Schlagzeilen. So verbot das Bundesministerium der Verteidigung den Bundeswehrsoldaten das Zocken in den Kasernen und auf Übungsgeländen aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der staatlichen Interessen.

Foto: © Syafiq-Adnan – Shutterstock.com
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