Android sammelte heimlich Standortdaten

HaykelTech - 23. November 2017 - 14:27

Android sammelte heimlich Standortdaten

Die heimliche Datenerfassung ging sogar weiter, nachdem die Standortfreigabe deaktiviert wurde.

(CCM) — Android-Geräte sollen heimlich und ohne Wissen des Users Standortdaten gesammelt haben, sogar auch nach Deaktivierung der entsprechenden Funktion. Das hat eine Untersuchung des Magazin Quartz gezeigt.



Dem Magazin zufolge wurden lediglich die Kennungen (auch Cell ID genannt) von Mobilfunkmasten in der Umgebung des Geräts erfasst. Durch Trangulation kann so aber auch die Position des Users in einem Radius von ungefähr 0,4 Kilometern ermittelt werden.

Noch problematischer ist, dass für diesen Prozess keine SIM-Karte benötigt wird. Es genügt nämlich, dass sich das betroffene Gerät mit einem WLAN-Netz verbindet. Die Standortermittlung kann zudem nicht einmal über das Abschalten der Standortfunktion verhindert werden.

Google hat das heimliche Erfassen von Standortdaten gegenüber Quartz bestätigt. "Seit Januar dieses Jahres haben wir begonnen, die Cell-ID-Codes als zusätzliche Information zu nutzen, um die Leistung und Geschwindigkeit der Nachrichtenübermittlung zu optimieren", erklärte ein Konzernmitarbeiter.

Laut Google wurden die gesammelten Daten zwar an die eigenen Server weitergeleitet, gespeichert wurden sie aber nicht. Der Internetkonzern versicherte zudem, das Erfassen der Standortdaten bereits eingestellt zu haben.

Foto: © Benny Marty – Shutterstock.com
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