BSI: Cyberangriffe zur UN-Klimakonferenz

HaykelTech - 20. Oktober 2017 - 11:50

BSI: Cyberangriffe zur UN-Klimakonferenz

Aktivisten könnten Webseiten von Konferenzteilnehmern hacken, um Botschaften zu verbreiten, warnt die Behörde.

(CCM) — Das Bundesamt für Sicherheit in der Informatik befürchtet Cyberangriffe anlässlich der UN-Klimakonferenz Mitte November 2017. Das Thema Klimaschutz erhitzt seit Jahren die Gemüter. Die Experten des BSI warnen deshalb davor, dass die Debatte um das Thema mit perfiden Methoden im Web ausgetragen werden könnte. „Es gibt zwar keine konkreten Hinweise auf bevorstehende Angriffe, aber wir haben eine erhöhte Gefährdungslage“, erklärte ein BSI-Sprecher am Donnerstag.

Veranstalter und indirekt Beteiligte in der Region seien bereits informiert worden. Dem BSI-Sprecher zufolge könnten Aktivisten verschiedener politischer Richtungen den Verlauf der Konferenz durch Cyberangriffe stören. Denkbar seien Angriffe auf Webseiten von teilnehmenden Staaten und Organisationen, um statt deren Inhalten Botschaften der Aktivisten zu verbreiten.



Als weitere mögliche Ziele nennt der BSI-Sprecher die Veranstaltung selbst, die Deutsche Bahn sowie deutsche Mobilfunk- und Internetanbieter. Zudem sei durch mögliche Angriffe auch mit Kollateralschäden zu rechnen, die vor allem Kunden der attackierten Unternehmen betreffen könnten.

Die UN-Klimakonferenz wird vom 6. bis zum 17. November auf dem UN-Campus in Bonn stattfinden. Rund 200.000 Teilnehmer und Journalisten aus aller Welt werden erwartet. Die diesjährige Konferenz ist durch den angekündigten Austritt der USA aus dem Pariser Übereinkommen von 2015, dem Nachfolger des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz, belastet.

Foto: © GlebStock - Shutterstock.com
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