IWF: Hacker bedrohen Finanzstabilität

SilkeCCM - 8. August 2017 - 20:17

IWF: Hacker bedrohen Finanzstabilität

Cyberangriffe auf das Finanzsystem können jeden treffen und sogar die ganze Welt erschüttern, warnte der Fonds.

(CCM) — Unternehmen der Finanzbranche und die internationale Finanzinfrastruktur werden immer mehr Zielscheibe für Hackerangriffe. Der Internationale Währungsfonds IWF hat deshalb vor den Risiken für die Finanzstabilität durch Cyberkriminalität gewarnt. Die Angriffe würden immer ausgeklügelter werden, heißt es in dem Papier des IWF. Da sich die Finanzwelt auf wenige technische Systeme stütze und sehr stark vernetzt sei, könnten Angriffe sehr leicht weltweite Ausfälle und Störungen auslösen.



Der IWF wies darauf hin, dass jeder Mensch davon betroffen sei, wenn zum Beispiel die Zahlungssysteme von Banken ins Visier genommen würden. Im März 2016 hatten Internet-Diebe die Zentralbank von Bangladesch bereits um 81 Millionen Dollar erleichtert, flogen aber durch einen Tippfehler auf, bevor sie weitere Überweisungen tätigen konnten. Im Juni 2011 war der IWF selbst Ziel eines Hackerangriffs geworden. Dabei wurden E-Mails und Dokumente gestohlen.

Der Schaden durch Cyber-Angriffe auf Finanzsysteme sei zum Teil erst nach Jahren sichtbar. Die IWF-Experten schätzen ihn auf weltweit zwischen 250 Milliarden und 1 Billion Dollar im Jahr. In ihrem Papier apellieren sie an die betroffenen Firmen und Institutionen, in entsprechende Sicherheitssysteme und Software zu investieren und nur wenigen System-Administratoren umfassende Zugriffsrechte zu gewähren. Außerdem forderten sie ein internationales Meldesystem für Cyberangriffe.

Foto: © GlebStock – Shutterstock.com
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