Ultraschall-Tracking in Android-Apps

HaykelTech - 8. Mai 2017 - 13:53

Ultraschall-Tracking in Android-Apps

Mehr als 230 Apps sind mit dieser Technologie ausgestattet. Das Ultraschall-Tracking soll Werbezwecken dienen.

(CCM) — Sicherheitsforscher der TU Braunschweig haben in mehr als 230 Android-Apps Spionageprogramme von Silverpush entdeckt. Anhand solcher Programme können Nutzer von Android-Endgeräten über diese Geräte verfolgt und überwacht werden. Den Forschern zufolge werden die Nutzer mittels sogenannter Ultraschall-Beacons überwacht. Die Apps können von durchaus bekannten Anbietern stammen, wie McDonald’s oder auch Krispy Kreme. Eine komplette Liste der betroffenen Apps wurde nicht veröffentlicht.



In den Apps wurde eine Erweiterung des Anbieters Silverpush gefunden, die eine kleine Datensequenz im Frequenzbereich zwischen 18 und 20 Kilohertz enkodiert. Werden die sogenannten Ultraschall-Beacons in einem Werbespot im TV oder über Lautsprecher in einem Kaufhaus gespielt, werden diese vom mobilen Endgerät bzw. von der App aufgenommen und mit Zusatzinformationen über den Nutzer in Form von Metadaten an den Betreiber der App zurückgesendet.

Der Betreiber kann mit diesen Daten dann angepasste Werbung an den Nutzer senden. Die Ultraschall-Beacons wurden überwiegend in den USA entdeckt. In Europa seien die Töne lediglich in zwei nicht genannten Großstädten aufgezeichnet worden.

Foto: © iStock.
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