CeBIT 2017: Die Zukunft stellt sich vor

CCM International - 23. März 2017 - 02:09

CeBIT 2017: Die Zukunft stellt sich vor

Direkt von der CeBIT 2017 in Hannover informiert Sie CCM mit Bildern über die wichtigsten Neuigkeiten der Branche.

Hannover (CCM) — Mit Menschen interagierende Roboter, autonome Fahrzeuge, intelligente Städte, Pakete ausliefernde Dronen, per 5G gesteuerte Autos, sichere Clouds: Diese und andere (r)evolutionäre technologische Entwicklungen werden vom 20. bis 24. März auf der CeBIT in Hannover präsentiert. Die wichtigste IT-Messe der Welt widmet sich der digitalen Transformation und bietet einen Ausblick auf die kommenden technologischen Tendenzen.

Auswirkungen der digitalen Transformation

Unter dem Motto "d!conomy - no limits" will die diesjährige Ausgabe der CeBIT vor allem die verstärkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine aufzeigen. "Ebenso steht das Topthema 2017 für den Aspekt, dass sich die Grenzen zwischen Mensch und Maschine sowie zwischen Realität und Virtualität verändern", sagte Oliver Frese, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG Hannover, die die Ausstellung mit mehr als 3.000 Teilnehmern aus mehr als 70 Ländern organisiert.

Japan als Partnerland der CeBIT 2017

Japan ist der Ehrengast auf der CeBIT 2017. Der japanische Premierminister Shinzo Abe eröffnete die Schau zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Japan ist als Spitzenreiter im Hightech-Bereich auch ein Vorreiter bei der Digitalisierung: Weltweit kommen ein Viertel der 100 wichtigsten Technologie-Unternehmen aus Japan. Mehr als 120 japanische Firmen sind dieses Jahr auf der CeBIT präsent, darunter zum ersten Mal der Autohersteller Toyota. Angela Merkel erklärte mit Blick auf den Vorsprung Japans bei der immer schneller voranschreitenden Digitalisierung: "Mit Japan haben wir einen Freund, der sich dieses hohe Tempo zu Nutzen macht."

Roboter, die Menschen ersetzen

Eine der sichtbarsten Entwicklungen auf der CeBIT 2017 ist die Interaktion zwischen Menschen und Robotern, vor allem aus Japan. "Die Gesellschaft in Japan ist mit Blick auf die Digitalisierung sehr aufgeschlossen und äußerst innovativ", so Oliver Frese von der Deutschen Messe.

Pepper: der Roboter, der menschliche Emotionen versteht

Der Star unter den Robotern ist Pepper, der erste soziale humanoide Roboter. Der im Juni 2014 erstmals vorgestellte Roboter kann Emotionen erkennen, Gesichtsausdrücke und Tonlagen analysieren und mit Menschen interagieren. So kann Pepper zum Beispiel Kunden begrüßen und sie über Produkte informieren. Er kann auch einen Termin machen, indem man ihn darum bittet. Der Robotor definiert Erfahrungen mit Kundenservice neu und wird sicher einige Arbeitsplätze ersetzen, die heute noch mit Menschen besetzt sind.

B-Human: die Fußball-Roboter

Auf der CeBIT kann man sogar ein Fußballspiel mit Robotern beobachten. Das Team B-Human, das aus zehn Robotern vom Hersteller SoftBank Products besteht, ist der Weltmeister des Roboter-Fußballs, des RoboCup. Außerdem war es acht Jahre in Folge Deutscher und Europäischer Meister. Die Roboter des Teams B-Human sind quelloffen, das heißt andere Forscher können mit ihnen arbeiten und sie weiterentwickeln.

DuAro: der Roboter, der Teile in iPhones einbaut

Die Roboter der DuAro-Serie des Herstellers Kawasaki Robotics haben eine Zwei-Arm-Struktur und können dadurch zwei voneinander unabhängige Tätigkeiten übernehmen, die bislang nur von Menschen durchgeführt werden konnten. So sind die Roboter zum Beispiel in der Lage, ein iPhone innerhalb von Minuten mit einer Schutzfolie zu bestücken.

Olli: das Fahrzeug der Zukunft

Olli ist ein Elektro-Fahrzeug ohne Fahrer, das von dem US-amerikanischen Start-up Local Motors entwickelt wurde. Dank der Watson-Technologie (künstliche Intelligenz) von IBM kann sich Olli mit den Passagieren unterhalten. Olli wurde zum großen Teil mit 3D-Drucker-Technologie hergestellt.

Uni-Cub: der mobile Stuhl

Honda hat auf der CeBIT einen Prototyp seines "mobilen Stuhls" vorgestellt. Der sogenannte Uni-Cub, ein Fahrzeug für eine Person, erlaubt es dem Nutzer, sich sitzend in einem bestimmten Umkreis zu bewegen. Mögliche Anwendungsbereiche finden sich zum Beispiel im Museum, auf dem Flughafen, in einer Bibliothek oder in einem Einkaufszentrum. Der Nutzer muss sich nur auf das Gerät setzen und kann es dann mit Bewegungen seines Körpers in die gewünschte Richtung lenken.

Das Internet der Dinge und vernetzte Städte

Huawei zeigt in seinem geräumigen Pavillon ein deutliches Beispiel für das Internet der Dinge: ein System für eine intelligente Stadt, mit dem man zum Beispiel sehen kann, auf welchen Straßen es Staus gibt und wo sich Notdienste und öffentliche Verkehrsmittel befinden. Ziel ist es, die Reaktionszeit von Notdiensten zu verkürzen und den öffentlichen Nahverkehr effizienter zu machen.

5G und Autos, die untereinander kommunizieren

Die 5G-Technologie erlaubt eine direktere und schnellere Kommunikation zwischen Autos. So kann zum Beispiel dieses Audi-Modell mit anderen Autos "sprechen", um den Verkehrsfluss zu verbessern und Gefahren zu vermeiden dank der sogenannten See-through-Technologie.

Fotos: © Israel Ayala - CCM.
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