Wikileaks: Frankfurt als CIA-Hackerbasis?

HaykelTech - 9. März 2017 - 11:00

Wikileaks: Frankfurt als CIA-Hackerbasis?

Die Hacker sollen sich als Konsulatsmitarbeiter getarnt und neben Smartphones auch Smart-TVs gehackt haben.

(CCM) — Aus den Dokumenten, die Wikileaks hat durchsickern lassen, geht hervor, dass die CIA eine geheime Spionagebasis auf deutschem Boden betreibt. Von einem Büro im US-Generalkonsulat in der Gießener Straße in Frankfurt am Main sollen weltweite Hacker-Angriffe durchgeführt worden sein. Experten stufen den geleakten Datensatz als authentisch ein.

Anders als der US-Auslandsgeheimdienst NSA wollen die Hacker des angeblich vom CIA betriebenen Center for Cyber Intelligence Europe (CCIE) offenbar lediglich mobile Endgeräte von bestimmten Zielpersonen ausspionieren. Massenüberwachung, wie sie einst von der NSA durchgeführt wurde, liegt demnach nicht im Interesse des Geheimdienstes. Mitglieder des CCIE sollen über Diplomatenpässe verfügen und sich als Mitarbeiter des IT-Support-Teams des Konsulats getarnt haben.



In den Dokumenten wird unter anderem beschrieben, wie ein herkömmliches Samsung-Smart-TV in ein Lauschgerät verwandelt werden kann. Mittels eingeschleuster Spyware wird das Mikrofon bzw. die Tonaufnahmefunktion des Fernsehers heimlich aktiviert. Aufgenommene Konversationen werden dann an einen CIA-Server weitergeleitet.

Die vom australischen politischen Aktivisten Julian Assaange gegründete Enthüllungsplattform Wikileaks hatte am Dienstag 8761 geheime CIA-Dokumente veröffentlicht, die Informationen über die Spionagepraktiken des US-Geheimdienstes enthüllen sollen.

Foto: © GlebStock - Shutterstock.com
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