Google: FBI bekommt Zugriff auf Daten

HaykelTech - 6. Februar 2017 - 11:19

Google: FBI bekommt Zugriff auf Daten

Nach einem Gerichtsurteil muss Google nun auch Kundendaten auf ausländischen Servern dem FBI zugänglich machen.

(CCM) — Paukenschlag für Google: Ein Amtsgericht im US-amerikanischen Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania hat den Internetkonzern aufgefordert, Kundendaten auf ausländischen Servern an das FBI weiterzugeben, wie Reuters berichtet.

Der zuständige Richter Thomas Rueter wies Google an, im Ausland gespeicherte Daten auf einen Server in die USA zu transferieren, um somit dem FBI Zugang zu verschaffen. Das Urteil des Richters widerspricht der Entscheidung eines New Yorker Berufungsgericht in einem ähnlichen Fall, wo Microsoft von dieser Pflicht vor einigen Monaten befreit wurde.



Der Richter rechtfertigte sein Urteil damit, dass Google die Kundendaten ohnehin regelmäßig zwischen seinen verschiedenen Rechenzentren transferiere. Aus diesem Grund sei es legitim, die vom FBI angefragten Daten vom Ausland in die USA zu importieren, sodass die Sicherheitsbehörde mitlesen kann. Für Rueter stelle dieses Verfahren keinen Zugriff auf im Ausland gespeicherte Daten dar.

Google will Reuters zufolge das Urteil nicht akzeptieren. Der Richter sei in diesem Fall vom Präzedenzfall abgewichen. Der Konzern werde Berufung gegen das Urteil einlegen und sich weiterhin gegen übertriebene Herausgabebeschlüsse stellen.

Foto: © Denis-Linine - Shutterstock.com
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