USA-Visum: Behörden prüfen Facebook & Co

HaykelTech - 26. Dezember 2016 - 15:49

USA-Visum: Behörden prüfen Facebook & Co

Wer künftig in die USA reisen möchte, soll den US-Behörden einen Blick in seinen Social-Media-Konten gewähren.

(CCM) — Die US-Grenzschutzbehörde hat eine neue Prozedur für Visum-Anträge eingeführt. Ab sofort sollen Antragsteller unter anderem ihre Facebook- und Twitter-Profile in Visa-Anträgen mit angeben.

Die neue Prozedur betrifft Antragsteller, die im Rahmen des sogenannten Visa-Waiver-Programms einreisen. Im Online-Formular (bekannt als ESTA-Antrag) wurde ein Drop-Down-Menü mit einer Auswahl an Social-Media-Profilen hinzugefügt, in denen der Antragsteller seinen Usernamen auf Facebook, Twitter, Google+, YouTube und Instagram eintragen soll. Die Eingabe ist der US-Grenzschutzbehörde zufolge fakultativ. Die Behörden können lediglich öffentlich gepostete Inhalte sehen. Der Zugriff auf die Konten selbst bleib weiterhin verwehrt.



Anhand dieser neuen Maßnahme sollen potenziell gefährliche Besucher rechtzeitig erkannt werden, erklärte ein Sprecher der US-Grenzschutzbehörde. Die zuständigen Beamten sollen dadurch prüfen können, ob der Antragsteller Hassbotschaften verbreitet oder Gewaltinhalte postet. Der Visum-Antrag soll aber unter keinen Umständen abgelehnt werden, wenn der Antragsteller seine Profile nicht eingeben will.

Foto: © Vinokurov Kirill - Shutterstock.com
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