Unionspolitiker für WhatsApp-Überwachung

HaykelTech am Dienstag 29. November 2016 12:14:57

Unionspolitiker für WhatsApp-Überwachung

SMS dürfen überwacht werden, Messenger-Dienste wie WhatsApp bisher nicht. Diese Lücke wollen einige Politiker schließen.

(CCM) — Die Innenminister Bayerns und des Saarlands, Joachim Herrmann (CSU) und Klaus Bouillon (CDU) wollen im Kampf gegen Kriminalität auch Messenger-Dienste wie WhatsApp überwachen. Das betonten beide Politiker vor der Innenministerkonferenz (IMK), die unter dem Vorsitz von Bouillon am 29. und 30. November in Saarbrücken stattfindet.

Beim Abhören und Mitlesen von Kommunikation müssten allerdings die Persönlichkeitsrechte weiterhin geschützt werden, erklärte Bouillon. Die Innenminister von Bund und Ländern werden auf der Konferenz die Themen Datenschutz und Überwachung diskutieren.

Anbieter von Chat-Plattformen lehnen es strikt ab, die Chatdaten ihrer Kunden pauschal an die Behörden weiterzugeben. Damit die Sicherheitsbehörden künftig trotzdem die Kommunikationsdaten potenzieller Kriminellen abrufen können, wird derzeit die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (Zitis) zusammengestellt. Die Zitis soll die Verschlüsselung sämtlicher Chat-Apps aushebeln und den Behörden das Abhören erleichtern bzw. ermöglichen. Der Staat könnte damit auf die Zusammenarbeit mit Messenger-Anbietern verzichten.

Foto: © Twin Design - Shutterstock.com


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