Trump-Sieg verunsichert Silicon Valley

HaykelTech am Freitag 11. November 2016 16:16:21

Trump-Sieg verunsichert Silicon Valley

Der Sieg von Donald Trump hat viele fassungslos gemacht — auch in der IT-Branche macht sich Nervosität breit.

(CCM) — Was die Hightech-Riesen im Silicon Valley befürchtet haben, ist Realität geworden. Auf Twitter hat der Start-up-Investor Shervin Pishevar nach dem Sieg Trumps angekündigt, sich für den Austritt Kaliforniens aus dem Verbund der Vereinigten Staaten einzusetzen. "Falls Trump gewinnt, werde ich eine Kampagne starten und finanzieren, damit Kalifornien zu einer unabhängigen Nation wird", erklärte Pishevar — der Applaus ließ nicht lange auf sich warten.

Wahlsieger Donald Trump steht gegen die liberalen Werte des Silicon Valley. Schon während der Wahlkampagne hatten mehrere Vertreter der IT-Branche Trump in einem offenen Brief kritisiert. Amazon-CEO Jeff Bezos zum Beispiel hatte erklärt, er würde Trump gerne ins All schießen. Trump konterte und behauptete, Bezos habe die Washington Post nur gekauft, um Steuern zu sparen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte Bedenken geäußert in Bezug auf Trumps Migrationspolitik. Der Republikaner hatte unter anderem angekündigt, im Falle seines Sieges eine Mauer an der Grenze zum Nachbarstaat Mexiko zu errichten.

Auf der anderen Seite werden gerade Facebook und Twitter vorgeworfen, den Wahlsieg von Trump ermöglicht zu haben. So seien auf Facebook eindeutig falsche, Trump-freundliche Nachrichten verbreitet worden, wie der Papst unterstütze den Republikaner. Außerdem würden Algorithmen dafür sorgen, dass den Nutzern nur Informationen angezeigt werden, die mit ihren Ansichten übereinstimmen - ein Effekt, der als "Filterblase" bekannt ist, den Zuckerberg aber für unwesentlich hält.

Foto: © Wikimedia.




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