EU-Datenschützer contra WhatsApp

HaykelTech am Montag 31. Oktober 2016 16:48:50

EU-Datenschützer contra WhatsApp

Die Datenweitergabe an den Mutterkonzern Facebook setzt WhatsApp weiterhin unter Druck.

(CCM) — Die Artikel-29-Datenschutzgruppe (G29), das unabhängige Beratungsteam der EU-Kommission für Datenschutz, hat in einem offenen Brief an WhatsApp-CEO Jan Koum die neu eingeführten allgemeinen Geschäftsbedingungen scharf kritisiert. Der Instant Messenger hat entgegen früherer Aussagen angekündigt, die Daten seiner Nutzer an seinen Mutterkonzern Facebook weiterzugeben. WhatsApp begründete diesen Schritt unter anderem damit, den Dienst weiterhin kostenlos anbieten zu können.

"Wir haben ernste Bedenken vorgebracht gegenüber dem Datenaustausch für Zwecke, die nicht in den Geschäftsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie enthalten waren, als sich vorhandene User für den Dienst angemeldet haben", heißt es in einer Pressemitteilung der G29.

In einem weiteren Brief an Yahoo-Chefin Marissa Mayer zeigte sich die G29 tief besorgt über die Meldung, dass bei einem Hackerangriff 2014 Login-Daten von über 500 Millionen Yahoo-Konten gestohlen wurden. Die Gruppe forderte Mayer auf, betroffene User unverzüglich zu informieren. Der Internetkonzern soll zudem die gesetzliche Grundlage für seine Kooperation mit den US-Geheimdiensten erläutern.

Foto: © tanuha2001 - Shutterstock.com




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