Internet von Julian Assange gekappt

HaykelTech am Dienstag 18. Oktober 2016 18:15:21

Internet von Julian Assange gekappt

Damit wurde der WikiLeaks-Gründer offenbar wegen der weiteren Enthüllungen über Hillary Clinton sanktioniert.

(CCM) — WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat in seinem Asyl in der Londoner Botschaft von Ecuador kein Internet mehr. Dem Australier, der seit August 2012 dort Unterschlupf gefunden hat, wurde nun die Verbindung gekappt, wie WikiLeaks über Twitter bekanntgegeben hat. WikiLeaks macht Ecuador für diesen Vorfall verantwortlich. Dem südamerikanischen Staat wird vorgeworfen, unter Druck des britischen Außenministeriums als engem Verbündeten Washingtons gehandelt zu haben. Weder das ecuadoriansiche Außenministerium noch die Botschaft in London haben Stellung zu den Vorwürfen genommen.

Das umstrittene Enthüllungsportal hatte unlängst, nur Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl Reden veröffentlicht, die die Kandidatin der Demokraten Hillary Clinton in Bedrängnis bringen könnten. Clinton hatte die Reden vor ihrer Kandidatur gegen Entgelt bei der Investmentbank Goldman Sachs gehalten. Kurz nach der Veröffentlichung der Texte wurde die Internetverbindung von Assange gekappt. Einen Zusammenhang schließt die Enthüllungswebseite deshalb nicht aus.

Julian Assange kann die ecuadorianische Botschaft in London nicht verlassen, da er sonst von der britischen Polizei verhaftet und möglicherweise an Schweden ausgeliefert wird. Ohne Internet ist der WikiLeaks-Gründer von der Außenwelt abgeschnitten.

Foto: © Wikimedia.


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