Pokémon GO von realen Räubern missbraucht

grasil am Dienstag 12. Juli 2016 02:09:28

Pokémon GO von realen Räubern missbraucht

Diebe nutzten die Spiele-App kurz nach ihrem Start in den USA, um ihre Opfer in einen Hinterhalt zu locken.

(CCM) — Wirbel um Pokémon GO: Die erst vor einer Woche erfolgreich in den USA, Australien und Neuseeland gestartete Spiele-App von Nintendo hat sich schon als gefährlich erwiesen. Eine Diebesbande hat die integrierte GPS-Ortung dazu benutzt, Spieler in die Falle zu locken und auszurauben. Die Räuber richteten sogenannte PokéStops ein, wo Spieler besonders viele virtuelle Monster fangen können. Doch statt niedliche Pokémons warteten die Diebe auf sie. In mindestens zehn Fällen wurden Spieler schon auf diese Weise ausgeraubt.

Im US-Bundesstaates Missouri wurden vier jugendliche Diebe festgenommen, die so vorgegangen waren. Die Polizei warnte davor, Fremden über die Spiele-App Informationen über den eigenen Aufenthaltsort zu übermitteln. Wie es hieß, mussten die jüngeren Beamten ihren älteren Kollegen aber erstmal das Spielprinzip erklären. Bei Pokémon GO geht es darum, möglichst viele Pokémons in der Umgebung zu fangen, die über die App in eine reale Straßenkarte eingeblendet werden.

Die erste Spiele-App von Nintendo schlug zur Markteinführung alle Rekorde und sorgte für allerhand Anekdoten: von blauen Flecken bei Spielern, die nicht mehr auf Hindernisse auf ihrem Weg achteten, über den zufälligen Fund einer Leiche bei der Suche nach Wasser-Pokémons bis zu dem verzweifelten Aufruf einer Polizeistation in Australien, bitte keine Monster mehr dort zu suchen, nachdem jemand sie spaßeshalber als PokéStop markiert hatte. Eigentlich sollte Pokémon GO am Wochenende auch in Europa erscheinen. Doch der Start musste auf unbestimmte Zeit verschoben werden, weil der Server dem Ansturm nicht standhielt.

Foto: © Randy Miramontez - Shutterstock.com


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