Tesla verteidigt seinen Autopiloten

HaykelTech am Montag 11. Juli 2016 13:18:33

Tesla verteidigt seinen Autopiloten

Nach dem ersten tödlichen Tesla-Crash hat sich der Konzern nun zu Wort gemeldet und seinen Autopiloten in Schutz genommen.

(CCM) — Nach dem tödlichen Crash stören sich die Aufsichtsbehörden vor allem an der technischen Bezeichnung "Beta", die der US-amerikanische Konzern seinem Autopilot-System gegeben hat. Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt sagte, es hätte eine Software mit Beta-Status - im Sinne eines noch unfertigen Produkts - nicht genehmigt. Mit Beta werden in der Softwareentwicklung unfertige Produkte gekennzeichnet. Für ganz Europa wurde der Autopilot von Tesla zentral zugelassen durch die niederländische Behörde RDW.

Tesla-Chef Elon Musk erklärte nun, so sei das bei dem Autopiloten nicht gemeint. Auf Twitter betonte Musk, es sei keine unfertige Technik, auch wenn sie die Bezeichnung "Beta" trage. Der Konzern meine damit vielmehr, dass der Autopilot noch nicht eine Milliarde Meilen (rund 1,6 Milliarden Kilometer) unter echten Straßenbedingungen gefahren sei.

Anfang Mai war in den USA ein Tesla-Fahrzeug mit aktiviertem Autopilot-System unter einen Lastwagen-Anhänger gerast, der die Fahrbahn überquert hatte. Der Konzern erklärte, die Software habe die weiße Seite des Anhängers als hoch hängendes Autobahnschild fehlinterpretiert. Nach der Verkehrssicherheitsbehörde in den USA hat nun auch das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt eine Überprüfung der Zulassung des Tesla-Autopiloten eingeleitet.

Foto: © Tesla.


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