Google speichert Daten von Android-Nutzern

grasil am Samstag 2. Juli 2016 09:47:34

Google speichert Daten von Android-Nutzern

Neuer Ärger wegen mangelndem Datenschutz: Google protokolliert umfangreiche Daten von Handy-Anrufen und SMS.

(CCM) — Google macht seinem Image als Datenkrake erneut alle Ehre: Nutzer von Android-Telefonen stimmen mit der Datenschutzerklärung zu, dass der Suchmaschinen-Betreiber die Informationen speichern darf, wen sie wann anrufen und wem sie wann Nachrichten schicken. Laut der Erklärung erhält Google das Recht, „Ihre Telefonnummer, die Anrufernummer, Weiterleitungsnummern, Datum und Uhrzeit von Anrufen, Dauer von Anrufen, SMS-Routing-Informationen und Art der Anrufe“ zu erfassen und zu speichern.

Mit diesen Daten lassen sich detaillierte Profile und Netzwerkstrukturen erstellen, warnt das Portal mobilsicher.de, das von einem gemeinnützigen Verein betrieben und vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz gefördert wird. Bei einem Test habe sich herausgestellt, dass Android-Handys bei Anrufen tatsächlich Kontakt zu Google-Servern aufnehmen, so das Portal.

Der Nutzer kann der Speicherung nicht widersprechen, nur ganz auf die Nutzung von Android verzichten, was aber bedeuten würde, dass er auch auf viele Handy-Modelle verzichten müsste, die mit Android funktionieren. Rechtlich bedenklich ist auch, dass die Daten Dritter dabei erfasst werden, die der Datenschutzerklärung gar nicht zugestimmt haben. Was Google mit den Daten macht und wie lange sie gespeichert werden, stellte das Unternehmen auf Nachfrage nicht klar, will den Fall aber prüfen. Der Umgang von Google mit persönlichen Daten ist seit Jahren Gegenstand auch juristischer Verfahren.

Foto: © Pixabay.


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