Haarfeine Mikrokamera

grasil am Freitag 1. Juli 2016 09:40:08

Haarfeine Mikrokamera

Stuttgarter Wissenschaftler haben mikroskopisch kleine optische Linsen hergestellt, mit denen man zum Beispiel den Körper erkunden kann.

(CCM) — Wissenschaftler der Universität Stuttgart haben optische Linsen hergestellt, die so klein sind, dass man damit auch in kleinsten Öffnungen des Körpers oder in Maschinen Untersuchungen vornehmen kann.

Die Forscher brachten die Linsen unter anderem auf Glasfasern an. So lassen sich zum Beispiel neuartige flexible Mini-Endoskope für Ärzte verwirklichen. Auch in Sicherheitssystemen könnten die Mikrokameras Anwendung finden, etwa in Drohnen, die nicht größer wären als eine Biene. In Form von Sensoren könnten sie für selbstfahrende Autos, autonome Roboter oder für Industriemaschinen genutzt werden sowie als Rundum-Kameras für Handys.

Die Kamera verfügt über eine Triplett-Linse und ihr Gehäuse ist gerade einmal 0,13 Millimeter breit und hoch. Sie wurde im 3D-Druck-Verfahren mittels eines Kurzpulslasers in Kombination mit optischem Fotolack hergestellt, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität. Die Wissenschaftler sehen im 3D-Druck die Zukunft bei der Herstellung kleinster komplexer Bauteile, weil das Verfahren präzise, schnell und preiswert ist.

Foto: © Universität Stuttgart


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