Apple: Schwachstelle in iPhone für FBI

PeterCCM am Mittwoch 17. Februar 2016 08:31:12

Apple: Schwachstelle in iPhone für FBI

Nach einem Urteil eines US-Richters soll Apple das iPhone eines Terroristen für das FBI zugänglich machen.

Seit zwei Monaten arbeiten die Beamten des US-Inlandsgeheimdienstes FBI vergeblich daran, das iPhone 5C des Terroristen Syed Farook zu knacken. Farook hatte mit seiner Frau im Dezember 2015 auf einer Weihnachtsfeier 14 Menschen erschossen und 22 verletzt. Die beiden Angreifer wurden dabei getötet, ihre Taten als Terrorangriff eingestuft. In einem Urteil, das als PDF einsehbar ist, entschied ein Gericht in Los Angeles nun, dass Apple den Ermittlern beim entschlüsseln des iPhones entgegen kommen muss.

Das Urteil bezieht sich ausschließlich auf das besagte Smartphone. Außerdem ist Apple nicht dazu gezwungen, dass Gerät zu knacken. Das Unternehmen soll lediglich eine Software schreiben, die eine Sicherheitslücke einbaut. Genauer gesagt soll die Sperrung des iPhones und das Löschen von Daten darauf im Falle einer wiederholten falschen PIN-Eingabe außer Kraft gesetzt werden. Anschließend könnten die Ermittler die Brute-Force-Methode anwenden, um Zugang zu dem Smartphone zu erhalten.

Es ist jedoch unklar, ob Apple überhaupt in der Lage ist, diese Software zu schreiben. Und selbst wenn: Bei einem sehr sicheren Passwort kann das Knacken per Brute-Force unter Umständen Jahre dauern.

Foto: © iStock.


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