Verbraucherzentrale mahnt Google ab

Hay-Tun am Donnerstag 7. Januar 2016 16:23:21

Verbraucherzentrale mahnt Google ab

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) hat Google wegen E-Mail-Scanning abgemahnt.

Deutsche Verbraucherschützer werfen Google die systematische Auswertung persönlicher Nutzer-Daten vor. Der Konzern nutze persönliche Daten ohne Einverständnis und verstoße damit gegen den Datenschutz, teilte der VZBV in einer Pressemitteilung mit. Demnach analysiert Google unter anderem E-Mails, um danach personalisierte Werbung verbreiten zu können. Der Internetkonzern habe nun bis zum 25. Januar Zeit, auf die Abmahnung der VZBV zu reagieren.

Andernfalls drohe eine Unterlassungsklage vor dem Landgericht Berlin. Die Verbraucherschützer geben zwar zu, dass Google in seiner allgemeinen Datenschutzerklärung auf das E-Mail-Scanning hinweist. Die Nutzer müssten diese Erklärung allerdings auch billigen. "Es kann nicht sein, dass Google die E-Mails seiner Nutzer ohne spezifische Einwilligung mitliest, um diesen dann maßgeschneiderte Produktinformationen anzuzeigen", erklärte VZBV-Experte Heiko Dünkel.

Google weist die Vorwürfe der VZBV zurück. "Automatische Systeme scannen die E-Mails unserer Nutzer – nicht nur für Werbezwecke, sondern auch, um Spam und Malware zu identifizieren. Alle anderen Maildienste haben entsprechende Systeme", sagte Klaas Flechsig, Sprecher von Google Deutschland.

Foto: © Pixabay.




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