Wieder Ärger für Microsoft in China

Hay-Tun am Mittwoch 6. Januar 2016 15:57:03

Wieder Ärger für Microsoft in China

Microsoft droht eine neue Kartelluntersuchung in China. Das berichtet die New York Times.

Die chinesische State Administration for Industry and Commerce (SAIC) hat dem Softwarehersteller aus Redmond einen Fragenkatalog zu seinen Geschäftspraktiken in China übermittelt. Die Fragen beziehen sich auf Daten, die die chinesische Regierung 2014 im Rahmen einer Kartelluntersuchung gesammelt hatte. Zum Hintergrund der Ermittlungen gab die Regulierungsbehörde jedoch keine Details bekannt.

Microsofts Probleme mit den chinesischen Behörden begannen bereits mit der Entscheidung, 2014 den Support für Windows XP einzustellen. Dem Bericht der New York Times zufolge durchsuchten rund 100 SAIC-Beamte im Juli 2014 mehrere Büros von Microsoft in China. Demnach wurden bei der Durchsuchung Verträge und diverse Unterlagen kopiert und Daten wie E-Mails und interne Kommunikation von Servern heruntergeladen. Das Support-Aus habe laut dem Bericht gezeigt, wie stark chinesische Behörden und Konzerne von Microsoft abhängig sind.

Ein anonymer Microsoft-Sprecher erklärte der NYT, das Unternehmen nehme die chinesischen Gesetze sehr ernst und werde auf alle Fragen der SAIC antworten. Experten vermuten sogar, dass die chinesische Regierung das Kartellverfahren benutzen wird, um Zugeständnisse von Microsoft, wie eine Support-Verlängerung für das veraltete Windows XP, herauszuschlagen.

Foto: © Wikimedia.




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