Facebook reagiert schneller auf Hasskommentare

Hay-Tun - 16. Dezember 2015 - 10:29

Facebook reagiert schneller auf Hasskommentare

Das Bundesjustizministerium hat sich mit Facebook auf Maßnahmen gegen Hassbotschaften in sozialen Medien geeinigt.

Rechtswidrige Postings sollen nun unverzüglich nach Inkenntnissetzung gelöscht werden. Das Bundesjustizministerium möchte, dass gemeldete Inhalte in weniger als 24 Stunden geprüft und gegebenenfalls gelöscht werden sollen. Neben Facebook haben sich auch Twitter und Google einverstanden erklärt, künftig schneller und effektiver gegen Hasskommentare vorzugehen.

Darüber hinaus verpflichten sich die Konzerne, Inhalte nicht nur anhand ihrer eigenen Community-Richtlinien zu untersuchen, sondern auch deutsche Gesetze anzuwenden. In den USA, dem Herkunftsland von Facebook, Google und Twitter, sind bestimmte Äußerungen, die hierzulande verboten sind, durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt. Ein Beispiel dafür ist die Leugnung des Holocausts.

Der Task Force des Ministeriums gehören neben den drei US-Konzernen auch verschiedene Institutionen an, wie etwa der Verband der Internetwirtschaft eco, die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter (FSM), jungendschutz.net, klicksafe.de, und die Amadeu-Antonio-Stiftung (Netz gegen Nazis). Gemeinsam wollen sie die Verbreitung von Hassbotschaften im Internet effektiv und konsequent bekämpfen.

Dafür sollen Facebook, Google und Twitter ihren Nutzern anwenderfreundliche Tools für die Signalisierung von Inhalten zur Verfügung stellen. Die fraglichen Inhalte werden von darauf spezialisiertem Personal kontrolliert, unter Umständen auch unter Einbeziehung deutschsprachiger Experten. Zusammen mit den Organisationen und Vereinen sollen Nutzer ermutigt werden, Hetzern im Internet den Krieg zu erklären.

Foto: © Pixabay.


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