GCHQ bestätigt weltweite Hacking-Aktivitäten

Hay-Tun am Donnerstag 3. Dezember 2015 10:32:32

GCHQ bestätigt weltweite Hacking-Aktivitäten

Der britische Auslandsgeheimdienst hat zugegeben, Endgeräte in Großbritannien und anderen Ländern gehackt zu haben.

Der Geheimdienst Government Communications Headquarters (GCHQ) gibt damit erstmals vor einem britischen Gericht öffentlich zu, was seit den Enthüllungen des ehemaligen NSA-Mitarbeiters Edward Snowden publik ist. Offiziell bezeichnen die britischen Agenten diese Taktik der Informationsbeschaffung jedoch nicht als Hacking, sondern als Computer Network Exploitation (CNE), zu Deutsch die Verwertung von Computernetzwerken.

Hintergrund dieses Geständnis war eine Klage, die die Bürgerrechtsorganisation Privacy International zusammen mit sieben Internetanbietern im Mai 2014 eingereicht hatte. Sie unterstellen dem Geheimdienst, dass seine Aktivitäten gegen britische Gesetze verstoßen und Menschenrechte verletzen.

Den Gerichtsunterlagen zufolge, setze der Geheimdienst Überwachungssoftware auch über längere Zeiträume auf Geräten von Zielpersonen ein. Durch diese Technik würden deutlich mehr Informationen gesammelt als bei herkömmlichen Überwachungsmethoden, sagte einer der Klägeranwälte der Financial Times zufolge. „Wenn CNE auf einem Smartphone ausgeführt wird, erhält der GCHQ alle Informationen über die Treffen, an denen ich teilnehme, indem das Mikrofon ohne mein Wissen eingeschaltet wird. Zudem bekommt der Geheimdienst Zugang zu all meinen Kontodaten, meinen Passwörtern, meinen persönlichen Unterlagen und zu allen meinen Fotos“, erklärt der Anwalt Ben Jaffey.

Foto: © Flickr: Defence Images.




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