BSI: Immer mehr Sicherheitslücken

PeterCCM am Freitag 20. November 2015 09:15:48

BSI: Immer mehr Sicherheitslücken

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat den Lagebericht für Deutschland 2015 veröffentlicht.

Die Anzahl der kritischen Schwachstellen in Standard-Software wie Browsern und Betreibssystemen hat dem BSI zufolge auch in diesem Jahr wieder zugenommen. Die elf am meisten genutzten Programme, die für die Studie des BSI berücksichtigt wurden, kommen zusammen auf insgesamt 847 kritische Schwachstellen. Im Vergleich zu "den bereits hohen Werten in den Vorjahren" bedeute diese eine erneute massive Erhöhung.

Wenig überraschend liegt der Adobe Flash Player an erster Stelle der Schwachstellenampel. Die Software sorgt mit neuen Sicherheitslücken regelmäßig für Schlagzeilen. Viele Plattformen haben den Support des Plug-Ins bereits eingestellt. Eher unerwartet hingegen scheint der dritte Platz im Ranking der meisten Schwachstellen für Apples Betriebssystem Mac OSX, gelten Apple-Produkte doch weiterhin als relativ sicher im Vergleich zu Microsoft. Grund dafür ist, dass die Statistik Lücken aufzählt, die ausgenutzt werden können. Die Zahl der tatsächlichen Angriffe ist bei Mac OS X dann schließlich eher niedrig.

Weiter heißt es in dem Bericht, auffallend sei "eine Reihe von IT-Sicherheitsvorfällen, die eine fortschreitende Professionalisierung der Angriffsmittel und -methoden verdeutlichen." Prominente Fälle waren beispielsweise die Hackerangriffe auf den Bundestag und den französischen Fernsehsender TV5 Monde. Ein ernüchterndes Fazit soweit: In den seltensten Fällen kommt die IT-Sicherheit der rasenden Technologieentwicklung hinterher.

Foto: © Pixabay.


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