Mehr Überwachung nach Anschlägen von Paris?

Hay-Tun am Mittwoch 18. November 2015 12:48:57

Mehr Überwachung nach Anschlägen von Paris?

Die Attentate von Paris liefern scheinbar gute Argumente gegen Verschlüsselung und für mehr Überwachung.

Die Angst vor weiteren Anschlägen ist in vielen Ländern Europas spürbar. Dass Politiker und Sicherheitsbehörden nun nach mehr Überwachung, mehr Datensammeln und mehr Macht der Geheimdienste rufen, ist deswegen verständlich. Den Bürgern ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, hat oft höchste Priorität.

Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, plädierte bereits am Samstag für eine längere Speicherung der Verbindungsdaten. In Großbritannien wird laut gefordert, das geplante Gesetz zur Supervorratsdatenspeicherung schneller als geplant zu verabschieden. Zudem soll mehr Geheimdienstpersonal eingestellt werden. In Frankreich wurde bereits nach den Charlie-Hebdo-Anschlägen im Januar ein weitreichendes Überwachungsgesetz verabschiedet. Eine Ausweitung ist bereits in Planung.

Neben den Forderungen nach mehr Überwachung stehen nun Edward Snowden und andere Whistleblower in der Kritik. Hätte Snowden über die Spionageaktionen der NSA geschwiegen, wäre es einfacher Terroristen auf der ganzen Welt zu tracken und rechtzeitig zu stoppen, heißt es mancherorts. Nach den Snowden-Enthüllungen nutzen Terroristen vermehrt verschlüsselte Apps wie etwa Telegram.

Foto: © Pixabay.




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