Facebook ändert Safety Check-Richtlinie

Hay-Tun am Dienstag 17. November 2015 13:04:55

Facebook ändert Safety Check-Richtlinie

Facebook hat angekündigt, das Feature "Safety Check" künftig nicht mehr nur bei Naturkatastrophen freizuschalten.

Der Konzern reagiert damit auf Kritik, es habe das Feature zwar nach den Attentaten von Paris am Freitag aktiviert, nicht aber bei anderen Anschlägen der jüngsten Zeit, berichtet Reuters. Das Feature wurde schon 2014 für Extremfälle wie Naturkatastrophen entwickelt. Damit konnten Facebook-Nutzer mit einem Klick ihren aktuellen Status als "sicher" melden.

Nach den Terror-Angriffen auf das Stade de France, den Konzertsaal Bataclan und mehrere Cafés in Paris, bei denen mindestens 129 Menschen getötet wurden, hätten am Freitag, 13. November, Millionen Nutzer den Safety Check benutzt, so Reuters weiter. Die Sicherheitsprüfung muss Facebook im Katastrophenfall erst für eine bestimmte Region aktivieren.

Einige Nutzer warfen Facebook am Wochenende vor, den Safety Check zum Beispiel nicht bei einem Selbstmordattentat in der libanesischen Hauptstadt Beirut bereitgestellt zu haben. Dort starben am vergangenen Donnerstag mindestens 43 Menschen. Das soziale Netzwerk interessiere sich für bestimmte Länder der Welt angeblich mehr als für andere.

"Viele Leute haben zurecht gefragt, warum wir Safety Check in Paris, aber nicht bei Attentaten in Beirut und anderen Orten aktiviert haben", schrieb Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf seiner Facebook-Seite. "Bis gestern sah unsere Richtlinie vor, Safety Check nur bei Naturkatastrophen zu verwenden. Wir haben das jetzt geändert und planen, Safety Check künftig auch bei anderen Katastrophen freizuschalten."

Praktisch ist der Safety Check vor allem deshalb, weil in Krisensituationen die Telefonnetze oftmals überlastet sind. Auch nach den Anschlägen in Paris brachen die Mobilfunknetze vor allem in der Umgebung des Stade de France zusammen. Da Facebook-Nutzer auch über WLAN und DSL erreichbar sind, erscheint ein solches Feature durchaus sinnvoll.

Foto: © Facebook.


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