BlackBerry Priv eine Enttäuschung?

Hay-Tun am Freitag 6. November 2015 16:21:27

BlackBerry Priv eine Enttäuschung?

Das neue BlackBerry Priv kann zahlreichen Tests zufolge App-Berechtigungen nicht kontrollieren.

Eine mit DTEK bezeichnete App zeigt lediglich an, wie häufig eine App auf bestimmte Daten zugegriffen hat. Angeblich soll das Blackberry Priv, das ab dem 16. November in Deutschland für 779 Euro angeboten wird und mit Android Lollipop 5.1 ausgestattet ist, erst mit einem Update auf Android 6.0 Marshmallow App-Berechtigungen kontrollieren können. Wann das Update für Priv verfügbar sein wird, ist derzeit allerdings noch ungewiss. Der Name Priv leitet sich von Privacy ab. Wichtigstes Verkaufsargument von BlackBerry ist der Schutz der Privatsphäre.

Privatsphärenschutz wird laut eigenen Angaben auch bei andere Smartphone-Herstellern wie etwa Huawei groß geschrieben. Sogar CustomRoms wie beispielsweise CyanogenMod bieten ein ausgefeiltes App-Berechtigungsmanagement. User können den Zugriff auf eine ganze Reihe persönlicher Daten zentral oder auch App-spezifisch blockieren. Wird eine App gestartet, für die der User den Zugriff auf persönliche Daten nicht gewährt hat, wird dies in der Benachrichtigungszentrale angezeigt. In den Datenschutzeinstellungen wird zudem angezeigt, wie häufig eine App versucht hat, auf bestimmte Daten zuzugreifen.

Das Blackberry Priv bietet demnach in puncto Privatsphärenschutz kaum mehr als andere Android-Smartphones. Daran ändert auch die App DTEK nichts, die den Zugriff auf persönliche Daten überwacht. So ein Feature bieten Antiviren-Apps seit Jahren. Hinsichtlich des grundsätzlichen Schutzes des Geräts kann sich das Priv ebenfalls kaum von seinen Konkurrenten abheben. Immerhin hat der kanadische Smartphone-Hersteller monatliche Sicherheitsupdates für sein Priv in Aussicht gestellt. Sollten diese Ankündigung stimmen, würde es sich dabei um einen interssanten Wettbewerbsvorteil handeln.

Foto: © BlackBerry.


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