Bundestag schafft Routerzwang ab

Hay-Tun am Freitag 6. November 2015 11:07:54

Bundestag schafft Routerzwang ab

Der deutsche Bundestag hat am Donnerstagabend einstimmig die Abschaffung des sogenannten Routerzwangs beschlossen.

Internetanbieter in Deutschland können ihre Kunden nicht länger zwingen, bei der Einwahl ins Netz eine bestimmte Hardware zu nutzen. Die Anbieter von Breitband-Internetanschlüssen schrieben ihren Kunden bislang vor, einen von ihnen vorgegebenen Router zu verwenden. Dem neuen Gesetz zufolge kann der Kunde selbst ein Gerät aussuchen.

Sie betrachteten die Geräte als Teil ihres Netzes, über welches sie verfügen dürfen. Das neue Gesetz definiert nun aber die Anschlussdose an der Wand als "Netzabschlusspunkt", der dem Kunden die Wahl lässt, welchen Router sie bevorzugen. "Für Verbraucher wäre der Wegfall des Routerzwangs sehr positiv", sagte Matthias Kirschner, Präsident der gemeinnützigen Free Software Foundation Europe (FSFE).

Mehrere Kabelnetzbetreiber wie Unitymedia lehnen die neue Regelung ab. Die Länderkammer kann das Gesetz allerdings nicht rückgängig machen, sondern lediglich verzögern. Der meiste Internet-Datenverkehr läuft nach wie vor über Router. Wer einen neuen Vertrag mit einem anderen Anbieter abschließt, bekommt den Router in der Regel mitgeliefert. Wie das in Zukunft funktionieren wird, bleibt abzuwarten.

Foto: © Flickr: nrkbeta.




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