US-Senat beschließt Cybersecurity-Gesetz CISA

Hay-Tun am Mittwoch 28. Oktober 2015 12:50:02

US-Senat beschließt Cybersecurity-Gesetz CISA

Der US-Senat hat mit 74 zu 21 Stimmen das umstrittene Cybersecurity-Gesetz CISA verabschiedet.

Der Cybersecurity Information Sharing Act (CISA) erlaubt es Konzernen, Informationen über Cyberattacken an die US-Regierung weiterzuleiten, auch wenn Nutzerdaten enthalten sind. Eine Immunitätsklausel schützt die Konzerne vor Klagen, auch wenn sie Gesetze zum Schutz der Privatsphäre verletzen.

Befürworter des Gesetzes argumentieren, CISA erleichtere der US-Regierung die Bearbeitung von Informationen über Cyberbedrohungen und die wirksame Reaktion auf Angriffe. Die Gegner, zu denen Apple, Dropbox und Twitter sowie rund 20 weitere namhafte IT-Firmen gehören, befürchten indes, dass CISA der Regierung neue Möglichkeiten bietet, US-Bürger zu bespitzeln.

"Wir unterstützen den gegenwärtigen CISA-Vorschlag nicht", heißt es in einer Stellungnahme von Apple. "Das Vertrauen unserer Kunden bedeutet uns alles. Wir glauben, dass Sicherheit nicht auf Kosten ihrer Privatsphäre gehen sollte." Der Austausch wichtiger Daten über eventuelle Bedrohungen zwischen dem privaten und öffentlichen Sektor sei wichtig, erklärte ein Dropbox-Sprecher, aber diese Art von Zusammenarbeit dürfe nicht zu Lasten der Privatsphäre der Nutzer gehen.

Einem Bericht von Wired zufolge soll CISA bei der Abwehr der zunehmenden Zahl von Cyberangriffen auf US-Unternehmen und Organisationen beitragen. Betroffene sollen das US-Heimatschutzministerium über Details von Angriffen und Bedrohungen informieren. Die Behörde darf diese Daten wiederum an Fachbehörden wie das FBI oder die NSA weitergeben. Zu den Daten, die Firmen weiterleiten dürfen, gehören unter anderem E-Mails und Textnachrichten. Details, die Rückschlüsse auf die Identität einer Person zulassen, sollen allerdings vor der Übermittlung gelöscht werden.

Foto: © Flickr: Perspecsys Photos.


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