Behördenanfragen bei Microsoft angestiegen

Hay-Tun am Donnerstag 15. Oktober 2015 15:58:09

Behördenanfragen bei Microsoft angestiegen

Laut dem Transparenzbericht Microsofts des ersten Halbjahrs 2015 ist die Zahl der Behördenanfragen erneut gestiegen.

Das IT-Unternehmen aus Redmond hat seinen Transparenzbericht für das erste Halbjahr 2015 veröffentlicht. Demnach erhielt das US-amerikanische Unternehmen insgesamt 35.228 Behördenanfragen, die 62.750 Nutzer oder Accounts betrafen. Das entspricht einem Anstieg von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die meisten Anfragen stammen aus den USA und Großbritannien.

12,44 Prozent aller Anfragen wies Microsoft zwischen Januar und Juni 2015 weltweit ab. Bei 16,86 Prozent der Auskunftsversuche lieferte Microsoft keine nützlichen Daten. Bei 67,62 Prozent der Anfragen gab Microsoft allerdings Daten über den Account-Inhaber sowie Transaktionsdaten heraus. Sensible Nutzerdaten wie Dateien und persönliche Fotos erhielten die Behörden indes nur in 3,08 Prozent der Fälle.

Auch Deutschland ist mit dabei. Deutsche Behörden wandten sich 4407 Mal an die Redmonder, um Details zu 8152 Konten zu bekommen. Das sind 143 Konten weniger als im ersten Halbjahr 2014. Zu 72,68 Prozent der Anfragen gab Microsoft Kundendaten weiter, jedoch keine persönliche Daten.

Bezüglich der Anzahl der Anfragen von US-Geheimdiensten nach dem Foreign Intelligence Surveillance Act im ersten Halbjahr 2015 gab Microsoft keine Angaben. 2014 betrafen Sie jeweils Daten von rund 19.000 Nutzern.

Erstmals nannte Microsoft auch Zahlen zu Anträgen, mit denen Behörden die Löschung von Inhalten wie Ergebnissen von Suchmaschinen wie Bing, aber auch von auf OneDrive gespeicherten Daten verlangten. Von den insgesamt 186 Anträgen im ersten Halbjahr kamen 165 aus der Volksrepublik China und 11 aus den USA.

Foto: © Flickr: Robert Scoble.


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